Einführung

 

Liebe Besucherinnen und Besucher


Herzlich willkommen in der Fondation Beyeler, herzlich willkommen in der Ausstellung «Mondrian Evolution». Sie erleben hier, wie Piet Mondrian (1872–1944), einer der berühmtesten Künstler der Moderne, sich von einem Landschaftsmaler zu einem Avantgardisten und Pionier der abstrakten Kunst wandelte. Sein Geburtstag jährt sich 2022 zum 150. Mal. Sieben bedeutende Werke des Künstlers befinden sich in der Sammlung Beyeler. Anlässlich dieser Ausstellung sind sie konservatorisch untersucht worden, was zu teilweise ganz neuen Erkenntnissen führte.

Die Ausstellung ist nach Themenräumen gegliedert. Es wird deshalb im Folgenden weniger um einzelne Bilder als um grössere Zusammenhänge in Mondrians Kunst gehen. Seine «Evolution» verlief nicht geradlinig, er hat viel experimentiert. So kehrte er beispielsweise, nachdem er schon ungegenständlich gemalt hatte, bei einer Gruppe von Bildern wieder zur Gegenständlichkeit zurück. Werke, die scheinbar traditionell anmuten, sind nicht unbedingt vor den avantgardistisch aussehenden geschaffen worden. Es lohnt sich deshalb, auf das Entstehungsjahr des jeweiligen Kunstwerks zu achten!

Diese Ausstellung der Fondation Beyeler, Riehen/Basel, ist in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Den Haag entstanden. Sie wurde von Ulf Küster, Senior Curator, Fondation Beyeler, kuratiert. Im Anschluss wird sie in der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen in Düsseldorf gezeigt.
 

Pieter Cornelis Mondriaan (er nannte sich später Mondrian) wurde am 7. März 1872 in Amersfoort in den Niederlanden geboren. Nach einer Ausbildung zum Zeichenlehrer und dem Kunststudium in Amsterdam arbeitete er als Kunstlehrer, wissenschaftlicher Zeichner und Porträtist. Ausgehend von der traditionellen Landschaftsmalerei, entwickelte er einen expressiven Malstil von starker Farbigkeit. 1912 zog er nach Paris. Die Begegnung mit dem Kubismus mündete in eine Serie ungegenständlicher Gemälde in gedeckten Farben. Mondrian verbrachte den Ersten Weltkrieg in den Niederlanden, wo er anhand gegenständlicher wie ungegenständlicher Formen die Möglichkeiten der Abstraktion weiter erkundete. 1917 war er eines der Gründungsmitglieder der Künstlervereinigung «De Stijl». Mit seiner Rückkehr nach Paris 1919 konzentrierte er sich auf abstrakte Kompositionen aus Rechtecken, schwarzen Linien, Weiss und den Grundfarben Gelb, Rot und Blau. Nach einer Zwischenstation in London emigrierte Mondrian 1940 nach New York. Dort begann er in seinen Bildern mit farbigen Linien zu experimentieren. Mondrian starb am 1. Februar 1944 in New York.

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Informationen

Texte: Ulf Küster
Lektorat: Holger Steinemann
Gestaltung: Thorsten Romanus
 

Wir freuen uns auf Ihr Feedback zu den Saaltexten an:  kunstvermittlung@fondationbeyeler.ch

#BeyelerMondrian
#MondrianEvolution

Für die abgebildeten Werke von Piet Mondrian:
© 2022 Mondrian/Holtzman Trust
Für den vollständigen Abbildungsnachweis siehe S. 256 im begleitend zur Ausstellung erschienenen Katalog Mondrian Evolution.

Werkliste

Mondrian Evolution
Gestaltet von Irma Boom
Herausgegeben von Sam Keller und Ulf Küster für die Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Schweiz, sowie von Susanne Gaensheimer, Kathrin Beßen und Susanne Meyer-Büser für die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Hatje Cantz Verlag, 2022, 264 Seiten, 306 Abbildungen
CHF 58.–

Im Art Shop sind weitere Publikationen zu Piet Mondrian erhältlich: shop.fondationbeyeler.ch

ZUM KATALOG

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Die Ausstellung wird grosszügig unterstützt durch:

sowie weitere private Gönnerinnen und Gönner, die ungenannt bleiben möchten.

 


 

Die Saaltexte entstehen mit freundlicher Unterstützung der