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Die Fondation Beyeler und die Serpentine Galleries zeigen online Arbeiten für die Dream Commission, eine Initiative von Muse, the Rolls-Royce Art Programme. Die Dream Commission zeichnet alle zwei Jahre Arbeiten aufstrebender Künstler/innen im Bereich “Moving-Image-Art“ aus. In einer Zeit, in der es der Unterstützung von Kunstschaffenden besonders bedarf, fördert sie Innovation und bietet Künstlerinnen und Künstlern am Anfang oder in der Mitte ihrer Karriere eine Plattform.

Die Arbeiten, die für die Dream Commission produziert werden, beschäftigen sich mit dem ästhetischen Raum der Träume. Sie beschwören ein alternatives sensorisches Universum herauf und nehmen die Betrachterinnen und Betrachter mit auf eine Reise ins Unterbewusste.

Im Oktober 2020 wurde die Shortlist für die Dream Commission bekannt gegeben: Beatriz Santiago Muñoz, Martine Syms, Sondra Perry und Zhou Tao.

In einem mehrstufigen Verfahren wurden die Künstlerinnen und Künstler sorgfältig von einer Jury internationaler Kunstexperten ausgewählt. Sie besteht aus Hans Ulrich Obrist, Künstlerischer Leiter der Serpentine Gallery, Theodora Vischer, Senior Curator bei der Fondation Beyeler, Terrie Sultan, ehemaliger Direktor des Parrish Art Museum, Katrina Sedgwick, Leiterin des Australian Centre for the Moving Images, sowie dem Künstler und Filmemacher Isaac Julian.

Die Künstler und Künstlerinnen der Shortlist reichten je eine Konzeptarbeit ein, die sich dem Narrativ von „Träumen“ widmen und die hier zum ersten Mal präsentiert werden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner der Dream Commission wird im März 2021 bekannt gegeben.

Weitere Informationen über die Dream Commission finden Sie hier

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in einigen Beiträgen Vulgarismen vorkommen. 

Beatriz Santiago Muñoz: The Source

Das weitgefächerte Œuvre aus bewegten Bildern von Beatriz Santiago Muñoz verwebt Elemente aus dem Boal’schen Theater, der experimentellen Ethnographie und aus dem Expanded Cinema miteinander. Sie arbeitet viel mit Laien-Darstellern und integriert Improvisationen in ihren Schaffensprozess. Ihre aktuellen Arbeiten beschäftigen sich mit dem sensorischen Unbewusstsein antikolonialer Bewegungen, mit Wirbelstürmen, Traumarbeit und irrationalen Projektionslinsen.

Martine Syms: SLIP

Martine Syms machte 2007 ihren Bachelor of Fine Arts an der School of the Art Institute of Chicago und 2017 ihren Master of Fine Arts am Bard College im Bundesstaat New York. Syms hat durch ihre Kombination aus mutigen Konzepten, Humor und Gesellschaftskritik weltweit Anerkennung erlangt. Über die Kombination von Videos, Installationen und Performances, in die meist Erkundungen zu Technik und Erzählung einfliessen, untersucht Syms Darstellungen von Schwarzsein im Verhältnis zur Umgangssprache, zu feministischen Ansätzen und zu radikalen Traditionen. Ihr auf Recherchen basierender Schaffensprozess bezieht meist theoretische Modelle zu performativen oder aufgezwungenen Identitäten, zur Macht der Geste und zu verinnerlichten Annahmen in Bezug auf Gender und die Ungleichheit von ethnischen Gruppen.

Sondra Perry: Lineage for a Phantom Zone

In Sondra Perrys Videos, Performances und Installationen stehen digitale Tools im Mittelpunkt einer kritischen Reflexion und Potenzierung der neuen Darstellungstechnologien. Ihr Werk beschäftigt sich mit der Produktion von Bildern und deckt auf, wie fotografische Darstellungen aufgenommen und weiterverbreitet werden. Sondra Perry wurde in Perth Amboy, New Jersey, geboren und ist in New Jersey und North Texas aufgewachsen und lebt seit 2019 in Newark, New Jersey. 2012 erhielt sie ihren Bachelor of Fine Arts von der Alfred University und 2015 ihren Master of Fine Arts von der Columbia University, beide New York.

Zhou Tao: Three Hundred Miles Southwest

Zhou Tao studierte an der Guangzhou Academy of Fine Arts und erhielt 2001 seinen Bachelor of Fine Arts in Ölmalerei und 2006 seinen Master of Fine Arts in Mixed-Media. Das Erzählmaterial für seine fesselnden visuellen Arbeiten findet Zhou Tao an den Orten und unter den Menschen, auf die er trifft, und die Filmerzählung entwickelt sich meist aus der Anhäufung dieser Momente der Begegnung.

Copyright: Mit freundlicher Genehmigung der Künstler/innen und Muse, the Rolls-Royce Art Programme