Cézanne und die Moderne

Oct 10, 1999–Jan 9, 2000

Kein Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts hat einen derartig prägenden Einfluss auf die moderne Malerei ausgeübt wie Paul Cézanne. Die Fondation Beyeler spürt diesem spannenden Thema auf eigene Weise nach. Eingebettet in eine Auswahl von 36 Gemälden und 16 Aquarellen von Cézanne aus internationalen Museen und Sammlungen werde einzelne Werke anderer Künstler aus der eigenen Sammlung, wie etwa von Matisse, Picasso, Mondrian, Giacometti, Rothko oder Kelly direkt mit den Bildern des Urvaters der Moderne konfrontiert.

Gottfried Boehm begleitet dieses grosse Thema »Cézanne und die Moderne« mit einem ausführlichen Essay.

Die Bilder von Cézanne

Einfluss auf die Moderne

Mondrian Werk

Katalog «Cézanne und die Moderne»

Paul Cézanne, heute ein grosser und wichtiger Name in der Kunstgeschichte, trug zeitlebens einen Kampf um Anerkennung aus. An der Ecole des Beaux-Arts wurde er zweimal abgewiesen. Zum Pariser Salon wurde er erst spät zugelassen und seine Gemälde in oberster Reihe in einer ganz dunklen Ecke präsentiert. Der Initiative von Napeleon dem III. und einiger seiner Künstlerfreunde ist es zu verdanken, dass der «Salon des Refusés« gegründet wurde. Hier hatte Paul Cézanne eine Plattform für seine Werke gefunden. Bei Kunstkritikern löste das Projekt jedoch nicht viel mehr als Hohn und Spott aus.

Paul Cézanne wird unterschiedlichen Stilrichtungen zugeordnet. Er war geprägt vom Realismus, suchte zugleich nach impressionistischen Ausdrucksformen und fand so zu seiner eigenen, neuen Bildsprache. Er brach mit den von Vertretern der akademischen Kunst aufgestellten Regeln. Künstlerkollegen wie Pissarro, Monet und Renoir, sowie der Galerist Ambroise Vollard zählten zu den wenigen, denen sich Cézannes Schaffen erschloss. Sie waren zugleich auch die ersten Käufer seiner Gemälde. Er beeinflusste Maler sehr unterschiedlicher Stilrichtungen wie Pablo Picasso, Henri Matisse Georges Braque und André Derain. Cézanne zählt mit seinem sehr komplexen künstlerischen Werk aus kunsthistorischer Sicht zu den Wegbereitern der Klassischen Moderne.

Der Katalog umfasst 140 Seiten mit 76 Farbabbildungen. Mit einem Beitrag von Gottfried Boehm.

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