Damit verdoppelt sich die Parklandschaft ebenso wie die Ausstellungsfläche für die Sammlung Beyeler, welche im Dialog mit Kunstwerken aus renommierten Privatsammlungen präsentiert wird. Der Ammann Pavillon ist tagsüber eine öffentliche Lounge, abends finden dort kulturelle Veranstaltungen statt. Die Kunstwerke, Bauten, Gärten und Menschen in der Fondation Beyeler bilden ein gemeinsames Ganzes, ein Ensemble. Durch die Erweiterung des Ensembles vervielfältigen sich die Plattformen für Künstlerinnen und Künstler und bereichern das Kunsterlebnis für die Besuchenden. Diese können den Museumsrundgang abwechslungsreich gestalten, im Wechselspiel von Innen- und Aussenräumen sowie zwischen aktiven und entspannenden Angeboten.
Ab dem 26. September 2026 bis zum 14. Januar 2027 öffnet das neue Ensemble schrittweise seine Türen. Zuerst für eine limitierte Besucherzahl und noch nicht an allen Wochentagen. Ab Januar 2027 wird die erweiterte Fondation Beyeler wieder regulär täglich 365 Tage im Jahr offen sein. Die Eröffnungsausstellung «Constellations» bespielt alle Museumsbauten und den ganzen Beyeler Park. Sie ist von Herbst 2026 bis Herbst 2027 zu sehen und verändert sich teilweise mit den Jahreszeiten.
Das Beyeler Museum von Renzo Piano bleibt genau gleich wie bisher und wird weiterhin mit temporären Ausstellungen und Sammlungspräsentationen bespielt.
Mit dem Wyss Museum von Peter Zumthor kommen rund 1’500 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf drei Etagen hinzu, die über andere Formen und Eigenschaften, jedoch von ähnlich hoher Qualität verfügen. In beiden Museumsbauten und Parks werden Werke der Sammlung Beyeler gemeinsam mit bedeutenden Leihgaben aus befreundeten Privatsammlungen gezeigt. Beide sind eingebettet in den Park und bieten Ausstellungsräume mit natürlichem Licht, in denen sich Menschen wohlfühlen und Kunstwerke optimal zur Geltung kommen, sowie grosse Fenster mit wunderbaren Ausblicken in die umgebende Landschaft. Der Park steht in direkter Verbindung zum Naturschutzgebiet Landschaftspark Wiese. Für die sorgfältige Restaurierung zeichnete Vogt Landschaftsarchitekten verantwortlich.
Zentral im Beyeler Park mit Panoramablick liegt der Ammann Pavillon. Tagsüber ist er ein frei zugänglicher sozialer Ort, eine Public Lounge zum Verweilen und Entspannen, für Begegnung und Zusammensein. Abends bietet er Raum für ein vielfältiges Kulturprogramm mit Konzerten, Künstlergesprächen, Filmen und Performances.
Das Erlen Torhaus markiert den Übergang zwischen öffentlichem Raum und dem Ensemble der Fondation Beyeler. Es ist unterirdisch mit dem Wyss Museum verbunden und beherbergt Arbeitsplätze sowie Kunstlogistik.
Auch die historischen Gebäude sind Teil des neuen Ensembles. In der Villa befindet sich das Restaurant mit neugestaltetem Kaminzimmer sowie erweiterter Terrasse mit Blick in den Park. Im Ammann Atelier sind neue Räume für Workshops und Schulprogramme zur Kunstvermittlung entstanden. Ausserdem gibt es einen Salon mit High-Fidelity-Soundsystem und einer Artist Record Collection, wo periodisch bekannte Künstlerinnen und Künstler sowie Musikerinnen und Musiker ihre Lieblings-Vinyl-Schallplatten vorspielen.
Das Folly ist ein kleiner, experimenteller Projektraum in Form eines Musentempels.
Die historische Orangerie ist von India Mahdavi zum Gewächshaus für botanische Experimente in Kooperation mit Gärtnerinnen und Gärtnern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Künstlerinnen und Künstlern umgestaltet worden. Darin befindet sich auch ein Shop mit Pflanzen, Töpfen, Utensilien und Büchern über Gartenkunst. Der Gazebo im Park ist tagsüber ein Aussichtspunkt, und an Sommerabenden finden dort Konzerte unter freiem Himmel statt.
Im bisherigen Beyeler Park sind Skulpturen bedeutender Künstlerinnen und Künstler wie Alexander Calder, Jenny Holzer, Ellsworth Kelly, Philippe Parreno, Thomas Schütte und Fischli/Weiss zu sehen, neu auch eine Nebelskulptur von Fujiko Nakaya.
Mit der Öffnung des zuvor privaten, denkmalgeschützten Erlengartens verdoppelt sich die Fläche des Beyeler Parks. Auch im neuen Teil liegt ein Seerosenteich, umgeben von jahrhundertealten Baumriesen. In diesem von Steinmauern umschlossenen, etwas verwildert und verwunschen wirkenden Park lebt eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, darunter geschützte Arten. Besucherinnen und Besucher finden dort Naturerfahrungen und ruhige Rückzugsorte zur Kontemplation. Ausserdem sind Kunstwerke von Louise Bourgeois, Pierre Huyghe und Rachel Whiteread zu entdecken. Ab Frühling 2027 kommt ein Garten von Fischli/Weiss hinzu, dort, wo der Weg zum Naturschutzgebiet Landschaftspark Wiese führt, das sich vom Schwarzwald bis in die Stadt Basel erstreckt.