Kunst, Natur & Architektur

Kunst, Architektur und Natur gehören in der Fondation Beyeler seit ihrer Gründung zusammen. Mit dem neuen Ensemble erweitert sich dieses harmonische Zusammenspiel um neue Räume und Perspektiven. Das Beyeler Museum von Renzo Piano, das Wyss Museum und der Ammann Pavillon von Peter Zumthor sowie die restaurierten historischen Gebäude sind in den Museumspark eingebettet, der unmittelbar an das angrenzende Landschaftsschutzgebiet anschliesst. So führt ein Besuch der Fondation Beyeler immer wieder zwischen Innen und Aussen: von der Kunst zur Architektur, aus den Ausstellungsräumen in den Park und weiter mit dem Blick in die umgebende Landschaft.

Schon im Beyeler Museum öffnet sich die Architektur mit grossen Fenstern zur Natur und gibt den Blick über den Park und die Felder bis zum Tüllinger Hügel frei. Im Wyss Museum führt Peter Zumthor diese enge Beziehung zur Umgebung weiter. Der Y-förmige Grundriss nimmt den bestehenden Baumbestand auf und lässt Raum für einen hundertjährigen Ginkgo, einen Mammutbaum und eine Platanengruppe. Geschosshohe Fenster lassen die Wirkung der umgebenden Natur in die Ausstellungsräume, während Jurakalkstein aus der Region Fassade und Innenräume prägt. Von der Terrasse führt eine Aussentreppe wieder direkt ins Grüne.

Auch die Kunst reicht über die Museumsräume hinaus. Im Museumspark finden Kunstwerke zwischen hohen Bäumen, herrlichem Rhododendron und lebendigen Teichen ihren Platz. Manche werden als Sitzgelegenheiten selbst Teil des Aufenthalts, wie die Bänke von Jenny Holzer, andere begleiten den Park durch die Jahreszeiten, darunter die Skulpturen von Alexander Calder, Elsworth Kelly, Thomas Schütte, Philippe Parreno und dem Künstlerduo Fischli/Weiss.

Mit der Erweiterung wird zudem der zuvor private, historische Landschaftsgarten öffentlich zugänglich. Hier kommen bestehende und neue Werke hinzu, darunter Arbeiten von Pierre Huyghe, Louise Bourgeois und Rachel Whiteread.

Der Ammann Pavillon öffnet sich mit seinen Glasfronten zum Park und verbindet die Neubauten mit dem historischen Teil des Ensembles. Die restaurierten Gebäude des ehemaligen Gutssitzes beherbergen Ateliers, einen Musiksalon, die Orangerie und einen Projektraum. Gemeinsam schaffen sie neue Möglichkeiten für Vermittlung, Musik, Botanik und kulturelle Veranstaltungen und für einen Besuch, bei dem es ebenso Raum für Austausch und Anregung wie für Friedlichkeit und Betrachtung gibt.