Begleitveranstaltungen (öffnet in neuem Tab)
Ernesto Neto und sein Schaffen
Ernesto Neto gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Spiritualität, Humanismus und Ökologie sind massgebliche Aspekte in seiner Arbeit. Seit den 1990er-Jahren zeichnen sich seine Werke durch untypische Materialien und Techniken aus. Charakteristisch für seine Skulpturen und Installationen sind biomorphe Formen und organische Materialien. Häufig spielen Transparenz und Sinnlichkeit eine wichtige Rolle. Die Werke können berührt, betreten, durchquert oder in Bewegung versetzt werden, auch appellieren sie oft an den Geruchssinn. Der Besucher ist eingeladen, sich auf seine Wahrnehmung zu konzentrieren und mit seinem Umfeld und dem Werk zu interagieren.
Die Traditionen der Huni Kuin
In den letzten Jahren hat sich Neto mit einer neuen Werkserie beschäftigt, die er in Kooperation mit den Huni Kuin realisiert, einer indigenen Bevölkerungsgruppe, die im brasilianischen Amazonasgebiet nahe der peruanischen Grenze lebt. Ihre Kultur und Bräuche, ihre Sprache, ihr Wissen, ihr Handwerk, ihre Ästhetik, Werte, Weltanschauung und spirituelle Verbindung zur Natur haben Netos Auffassung von der Kunst verändert und sind wesentliche Bestandteile davon geworden.
GaiaMotherTree
GaiaMotherTree wurde vollständig von Hand gefertigt. Stoffbänder aus Baumwolle wurden erst gefärbt, anschliessend in einer Fingerhäkeltechnik geknüpft und zu einer gigantischen durchsichtigen Skulptur zusammengeknotet. Die Gestalt des Werks erinnert an die Form eines Baums, dessen Krone die Decke der Bahnhofshalle bedeckt. An der Wurzel des Baums befindet sich ein grosser begehbarer Raum, in dem die Besucher verweilen und sich auf kreisförmig angeordneten Sitzgelegenheiten niederlassen können. Herabhängende tropfenförmige Elemente sind mit duftenden Gewürzen gefüllt.
Kuratorisches Statement (öffnet in neuem Tab)
DANK
Die Fondation Beyeler dankt Ernesto Neto und seinem Team: Carmen, Leandro, Elisa, Jocilene, Marcia, Dalva, Ana, Daniel, Jorge, Bruno; sowie allen Helfern, die in Rio de Janeiro an der Realisierung von GaiaMotherTree beteiligt waren: Crene, Sara, Selma, Teresa, Sonia, Zilda, Arqueiro, Cupim, Teela, Eid, Bibi, Arleia, Monica, Carla, Rafael, Rafaele, Carlinhos, Chaves.
Begleitveranstaltungen, 2. – 29. Juli
Talks & Lectures
Music & Performances
Workshops & Meditation
Alle Veranstalungen finden im Zürcher Hauptbanhof statt und sind kostenlos.