«Piet Mondrian Conservation Project»

Das Projekt

Die Fondation Beyeler hat eine der umfassendsten Sammlungen von Piet Mondrian Gemälden in der Schweiz, von wichtigen Frühwerken bis zu den späten Klassikern. Eine umfangreiche Ausstellung in der Fondation Beyeler zu Piet Mondrian, geplant für das Jahr 2022, gab den Impuls das Piet Mondrian Conservation Project ins Leben zu rufen. Von 2019-2021 liegt der Fokus des Projektes in der maltechnischen Erforschung der sieben Gemälde in der Fondation Beyeler.

Die Werke

In der Sammlung Beyeler befinden sich sieben Werke Mondrians, die seine Entwicklung von Figuration zu Abstraktion besonders deutlich machen. Klicken Sie sich durch die Werke.

Partnerschaft:

Die Restaurierung der vier Spätwerke wird ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung von La Prairie (öffnet in neuem Tab).

Eukalyptus

In Eukalyptus zeigt sich eindrucksvoll, wie Mondrian in Komposition und Farbgebung mit kubistischen Stilmerkmalen experimentierte.

Tableau No. I

Das Gemälde hat Mondrian dreimal geändert und erachtete es jedes Mal auch als abgeschlossen mit Signatur und Datum.

Composition No. XVI

(Compositie I, Arbres)

Dem geometrischen Bildaufbau zum Trotz erscheint Composition No. XVI mit den überwiegend feinen Linien, aber auch dem skizzenhaften Farbauftrag leicht und durchlässig.

Composition with Yellow and Blue

Zwischen 1929 und 1932 schuf Mondrian eine Reihe von Bildern, die Composition With Yellow and Blue ähneln, mit grossen gelben Rechtecken und einem kleinen blauen Feld, um die Leuchtkraft des Gelbs zu verstärken. Die Werke dieser Jahre sind für Mondrians Idee des Neoplastizismus wahrscheinlich am typischsten.

RAUTENKOMPOSITION MIT ACHT LINIEN UND ROT (PICTURE NO. 3)

Piet Mondrian schuf seit den 1910er-Jahren immer wieder sogenannte «Rautenbilder», die für ihn nicht zuletzt deshalb wichtig waren, weil er in ihnen das Problem der «leeren Bildecken» des Kubismus an die Fläche oder konkret an die Wand delegieren konnte.

ZUM WERK

Composition No. VI

(Compositie 9, Blue Façade)

Möglicherweise war Mondrian mit seinem Werk noch nicht zufrieden: Zumindest hat er es zwischen den Ausstellungen 1914 und 1915 oder bald danach überarbeitet. Woher weiß man das? Es zeigt sich an den kompositionellen Veränderungen der schwarzen Linien.

Composition with Double Line and Blue

Zur Zeit der Entstehung von Composition with Double Line and Blue lebte und arbeitete Mondrian in seinem Atelier in der Rue Départ in Paris. Dort war er Mitglied der progressiven Künstlergruppen «cercle et carré» (1929) und «abstraction création» (1932).

Der Künstler

Piet Mondrian ist einer der wichtigsten Maler der Klassischen Moderne. Konsequent hat er seine Kunst von figurativen Anfängen zu radikaler Abstraktion entwickelt. Er begann als Landschaftsmaler in der Tradition des 19. Jahrhunderts in Holland und konzentrierte seine künstlerischen Ausdrucksmittel immer mehr. Dabei liess er sich immer vom Naturvorbild leiten, ob er eine Windmühle malte oder die Zweige eines Baumes oder eine ungegenständlich erscheinende Komposition. Schliesslich fand er, was für ihn die Essenz des Bildes an sich ist: Linie und Fläche, nämlich Schwarz und Weiss, und die drei Grundfarben, Blau, Gelb und Rot.