Artist Talks: Katharina Grosse im Gespräch mit Hans Ulrich Obrist

Die Malerei neu definieren: Katharina Grosse

Von ihrem allerersten Gemälde bis zu ihrem ersten großformatigen Wandgemälde: Die Künstlerin erzählt, wie sich ihre Praxis über die traditionelle Leinwand hinaus erweitert hat.

"Was passiert, wenn Gemälde in Frage gestellt werden und was passiert, wenn sie anfangen, sich zu erweitern?" Andrea Lissoni, künstlerischer Leiter des Hauses der Kunst in München, wo das Gespräch stattfand, fasst das übergreifende Thema dieses aufschlussreichen Künstlergesprächs treffend zusammen.

Im Gespräch mit Hans Ulrich-Obrist, dem künstlerischen Leiter von The Serpentine, erkundet die Künstlerin Katharina Grosse aus der UBS Art Collection zunächst ihre ersten Erfahrungen mit bildender Kunst. Da ihre Familie bereits mit Literatur und Performance zu tun hatte und ihre Mutter Druckgrafikerin war, war es für sie selbstverständlich, ihre Kreativität zu erkunden. Aber "für jemanden, der nur liest und ins Theater geht, war dieser allererste Kontakt mit der Malerei ein echter Weltöffner", sagt sie.

Nachdem sie viel Zeit im Ausland verbracht und bei Künstlern wie Gerard Richter studiert hatte, "kam ich mit dem Wunsch zurück, dass die Malerei einen anderen Bereich als nur die tragbare Leinwand haben sollte", und ihr Wunsch, das Medium der Malerei neu zu definieren, war geboren.

Heute ist sie eine etablierte Künstlerin, die für ihre in-situ-Gemälde bekannt ist, in denen sie Farben in Architektur und Landschaft explodieren lässt. Grosse erforscht auch, wie sie mit anderen Materialien wie Textilien experimentierte und wie dies sie dazu inspirierte, ihre Werke in der ganzen Welt zu "recyceln" und "anzupassen".

Eine Reihe von Katharina Grosse's frühen Arbeiten aus den 1960er Jahren, die einen Überblick über ihr Experimentieren mit Materialien wie Textilien und Sprühfarbe geben, sind in der UBS Art Collection zu sehen.

Die von UBS und der Fondation Beyeler gemeinsam präsentierte Reihe "Artist Talks" bietet direkten Zugang und einzigartige Einblicke in die Arbeit der einflussreichsten Künstler unserer Zeit wie Hiroshi Sugimoto, Lynette Yiadom-Boakye und Olafur Eliasson.