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Chronologie

18.10.2017–1.1.2018

Die dritte und letzte Sammlungsausstellung aus Anlass des 20. Geburtstags der Fondation Beyeler wagt einen Blick in die Zukunft. Sie feiert die Kooperation des Museums mit Privatsammlungen sowie Künstlern und Künstlernachlässen. Cooperations zeigt beispielhaft, wie die Museumssammlung durch potenzielle Schenkungen oder langfristige Leihgaben ergänzt und verstärkt werden könnte. Von den über 170 ausgestellten Kunstwerken und kunsthistorischen Objekten aus dem 16. bis 21. Jahrhundert stammt rund die Hälfte von renommierten Partnern, die der Fondation Beyeler eng verbunden sind. Die temporäre Vereinigung von wertvollen, selten öffentlich zu sehenden Kunstwerken aus Privatbesitz mit berühmten Werken aus der Sammlung Beyeler ermöglicht es, dem Publikum ein Wunschmuseum, ein »Musée imaginaire«, zu präsentieren.

Der Rundgang beginnt mit einer Kunst- und Wunderkammer, um an die Ursprünge des neuzeitlichen Museums zu erinnern. Die Hängungen der anschliessenden Säle verweisen auf die Salons der intellektuellen Mäzene, wie sie von Degas, Matisse und Picasso frequentiert wurden, sowie auf die experimentellen Präsentationen der Surrealisten um André Breton. Sie veranschaulichen exemplarisch, wie die moderne Kunst anfänglich ausgestellt wurde. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts avancierte dann der neutrale weisse Raum zum bis heute dominierenden Standard für Museen. In Variationen dieses »White Cube« treten Künstler des Abstrakten Expressionismus, von Zero und der Pop Art in Dialog miteinander; zudem wurden einzelne Künstlerräume für Louise Bourgeois, Gerhard Richter und Peter Doig eingerichtet. Den Auftakt und den Abschluss der Ausstellung bilden Werke von Maurizio Cattelan und Felix Gonzalez-Torres, die Mitte markiert eine Arbeit von Marina Abramovic – allesamt Künstler, die neue Formen der Installation von Kunst etabliert haben.

Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Keller und Ulf Küster, Fondation Beyeler.

Szenografie, Grafik und Ausstellungsarchitektur wurden von Martina Nievergelt, Thorsten Romanus und Dieter Thiel gestaltet.

Wir danken den Kooperationspartnern der Ausstellung, der Daros Collection, der Anthax Collection Marx, der Collection Renard, der Easton Foundation, dem Yves Klein Estate, der Roy Lichtenstein Foundation, der Felix Gonzalez-Torres Foundation, dem Musée Barbier-Mueller, Peder Lund, der Michael Werner Gallery sowie den anderen beteiligten, bedeutenden Privatsammlungen und Künstlern aus Europa und Amerika.

10. JUNI – 3. SEPTEMBER 2017

Die von dem Galeristen- und Sammlerpaar Ernst und Hildy Beyeler seit den 1950er-Jahren sorgsam zusammengetragenen Werke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst erhielten 1997 im Museumsbau von Renzo Piano in Riehen/Basel Zuhause. Hier sind sie seitdem zusammen mit später dazugekommenen Schenkungen der Stifter in wechselnden Präsentationen dauerhaft öffentlich zu sehen.

Die Sammlung der Fondation Beyeler wird durch Ankäufe, Schenkungen, Partnerschaften und langfristige Leihgaben behutsam erweitert. Die Fondation Beyeler feiert 2017 ihren 20. Geburtstag mit drei besonderen, aufeinanderfolgenden Ausstellungen, die die Sammlung Beyeler aus drei verschiedenen Perspektiven zeigen: in einem Blick zurück, einem Blick auf die Gegenwart und einem Blick in die Zukunft.

»Remix«, die zweite Sammlungsausstellung, eröffnet die Sicht auf den Ist-Zustand der Sammlung. Die Neuzugänge der letzten Jahre erweitern die Sammlung um einen zeitgenössischen Schwerpunkt. Dabei ist der Dialog zwischen den Neuerwerbungen und der bestehenden Sammlung ein wichtiges Kriterium bei den Überlegungen zu einem Neuerwerb. »Remix« möchte diesem Dialog in vielfältiger Weise eine Bühne geben. Die Präsentation von Werken aus der Sammlung wird ergänzt durch prominente Dauerleihgaben, etwa eine Gruppe von Gemälden Pablo Picassos aus der Anthax Collection Marx.

Darüber hinaus wird anlässlich des 20. Geburtstags der Daros Collection die Partnerschaft zwischen Daros und der Fondation Beyeler mit einer Präsentation von Meisterwerken Andy Warhols gefeiert.

Die Ausstellung wurde von Theodora Vischer, Senior Curator der Fondation Beyeler, kuratiert.

Einige der im Saaltext kommentierten Werke werden nicht während der gesamten Ausstellungszeit präsentiert.

Saalheft (öffnet in neuem Tab)

Einführung mit Theodora Vischer

Einführung durch Senior Curator Theodora Vischer.

Artist Talk mit Wilhelm Sasnal

Artist Talk mit Wilhelm Sasnal und Hans Ulrich Obrist zur Ausstellung «Sammlung Beyeler / Remix».

Interview mit Wilhelm Sasnal

Interview mit Künstler Wilhelm Sasnal zur Ausstellung «Sammlung Beyeler / Remix».

5. FEBRUAR – 7. MAI 2017

Am 18. Oktober 1997 wurde die Fondation Beyeler feierlich eröffnet. Die Sammlung hochbedeutender Kunstwerke der Moderne war von dem Galeristen- und Sammlerehepaar Ernst und Hildy Beyeler seit den späten 1950er-Jahren zusammengetragen worden. In Riehen konnte sie erstmals dauerhaft präsentiert werden.

Die Fondation Beyeler feiert 2017 ihren 20. Geburtstag mit drei besonderen, aufeinanderfolgenden Ausstellungen, die die Sammlung Beyeler aus drei verschiedenen Perspektiven zeigen: in einem Blick zurück, einem Blick auf die Gegenwart und einem Blick in die Zukunft.

«Das Original»

Die erste Sammlungsausstellung des Jahres, die sich als Hommage an die Museumsgründer Ernst und Hildy Beyeler versteht, orientiert sich an der Eröffnungsschau von 1997. Anhand verschiedener Bilddokumente und Zeitzeugnisse konnte diese erste Sammlungshängung rekonstruiert werden. Trotz gewisser Veränderungen innerhalb der Sammlung ist es möglich gewesen, die originale Präsentation heute wieder weitgehend einzurichten. So sind die Werke der Hauptakteure der modernen Kunst – von van Gogh, Cézanne und Monet über Picasso, Matisse, Léger und Klee bis hin zu Giacometti, Rothko und Bacon – in aussagekräftigen Ensembles zu bewundern, welche die herausragende künstlerische Qualität der Sammlung Beyeler vor Augen führen.

In seiner Rede zur Eröffnungspressekonferenz des Museums vor 20 Jahren formulierte Ernst Beyeler: »Wir waren immer stark berührt von Kunstwerken, von denen wir uns oft nicht trennen konnten, und später [kam] das Bewusstsein, dass wir diese Kunst und auch den damit gemachten Gewinn weitergeben wollen. Aber auch und vor allem als Hommage an grosse Künstler unserer Zeit, einer Zeit, die wir wohl zu den grossen Momenten der Kunstgeschichte zählen dürfen.«

Kurator der Ausstellung ist Raphaël Bouvier.

Einführung durch Raphaël Bouvier (Kurator)

«Die Rekonstruktion dieser ersten Ausstellung der Sammlung Beyeler zeigt den speziellen und sehr eigenen Blick von Ernst Beyeler auf seine eigene Sammlung«

Interview mit Prof. Gottfried Boehm

«Es war ihm ein Anliegen die Starken Persönlichkeiten der Bilder untereinander und mit dem Besucher ins Gespräch zu bringen.« Prof. Dr. Goffried Boehm

Begleitend zur Ausstellung

Die Ausstellungen der Sammlung Beyeler zum 20. Geburtstag der Fondation Beyeler werden grosszügig unterstützt durch:

Hansjörg Wyss, Wyss Foundation

Dr. Christoph M. Müller und Sibylla M. Müller

Fondation Coromandel