Die genauere Betrachtung des Gesamtwerks, das verschiedenste Sujetbereiche wie Landschaften, Stilleben, Interieurs und auch Zitate aus der Geschichte der modernen Malerei umfasst, enthüllt aber, dass Lichtensteins Tribut an die Alltags- und Massenästhetik doppeldeutig und sein Vorgehen das eines Nehmens und Gebens war. Er wählte seine Sujets sehr genau aus, um diese dann in ein Stück eigenständige Malerei zu verwandeln - Gemälde, die die Geschichte der Malerei durch neue Techniken bereichern und fortsetzen.
Im September 1997 starb Roy Lichtenstein. Das Projekt der Fondation Beyeler ist die erste grössere Museumsausstellung nach dem Tode des Künstlers. Die rund 70 ausgestellten Werke umfassen sämtliche Schaffensphasen seit Anfang der 60er Jahre.
In die Ausstellung integriert wurde eine Video Lounge, die unter anderem mit der neuesten Möbelkreation des dänischen Designers Verner Panton ausgestattet ist. Auf sechs Monitoren ist dort eine Auswahl von Klassikern des Cartoon wie auch des abstrakten Trickfilms von den 20er Jahren bis heute zu sehen. (Zusammenstellung des Programms: Frank Braun)