Die Ausstellung wurde kuratiert von Theodora Vischer, Senior Curator der Fondation Beyeler; mit Marlene Bürgi, kuratorische Assistentin.
Werke aus der Daros Collection
Zeitlebens wurde Louise Bourgeois (1911 Paris – 2010 New York) immer wieder von Schlaflosigkeit begleitet. Doch war die französisch-amerikanische Künstlerin in den langen Nachtstunden ungemein produktiv, sodass ihre Insomnie zu einem wichtigen Teil ihres künstlerischen Arbeitens wurde. Zwischen November 1994 und Juni 1995 entstanden insgesamt 220 Blätter mit Zeichnungen und gedichtartigen Notationen: Die Insomnia Drawings. In der Nacht und dann auch tagsüber zeichnete und schrieb Bourgeois auf verschiedenartige Papiere, die sie bei ihrem Bett zur Hand hatte. Darin offenbart sich eine besondere Nähe zwischen Zeichnung und Schrift, die auch in ihrem gesamten Werk eine wesentliche Rolle spielt. Viele der Motive sind zentral für ihr Schaffen, etwa die Spiral- und Wellenlinie, Naturobjekte oder Häuserformationen. Mal abstrakt und geometrisch, mal realistisch und figurativ, reflektieren sie Bourgeois’ Komplizenschaft mit der Schlaflosigkeit, ihre Erinnerungen und Gedanken.
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