Peter Zumthor realisiert Erweiterungsbau

Die Fondation Beyeler hat für den geplanten Erweiterungsbau mit Peter Zumthor einen der weltbesten Architekten als Partner gewonnen. Der Neubau entsteht auf dem bisher privaten Grundstück des Iselin-Weber-Parks in Riehen/Basel, der damit auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

 

 

Grosser Baukünstler

Ein prominent besetztes, internationales Gremium wählte im September 2016 einstimmig das Projekt des vielfach ausgezeichneten Architekten Peter Zumthor (geboren 1943 in Basel). Er bringt grosse Erfahrung in der Realisierung von Museumsbauten mit. So zeichnet er unter anderem für das Kunsthaus Bregenz, das Kolumba Kunstmuseum in Köln und aktuell das LACMA (Los Angeles County Museum of Art) verantwortlich. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Zumthor durch die Therme Vals und den Schweizer Pavillon der Expo 2000 in Hannover bekannt. Er erntet weltweite Anerkennung für sein Schaffen. «Der Himmel über Basel, die Stadt und ihre Umgebung – das sind die Landschaften meiner Jugend. Dass ich hier ein wichtiges Haus bauen darf, wärmt mir das Herz», freut sich Zumthor.

Architektur für alle Sinne

Zurückgenommen und bemerkenswert zugleich, sprechen Peter Zumthors Bauten alle Sinne an. Meisterlich im Umgang mit Materialien und versiert im Dialog mit der Vielschichtigkeit von Ort und Geschichte, zeugt sein Werk von der Rolle von Architektur als bereichernde Erfahrung in unserer Welt. «Das Zusammenspiel von Mensch, Natur, Kunst und Architektur ist ein Grundstein des Erfolgs der Fondation Beyeler und war auch für die Entwicklung des preisgekrönten Museumsgebäudes von Renzo Piano essenziell. Peter Zumthor bringt die Sensibilität und Erfahrung mit, um an diesem besonderen Ort ein Bauwerk von hervorragender Qualität zu realisieren», kommentiert Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, die Entscheidung.

 

 

Finanzierung und Realisierung

Der Erweiterungsbau (Erwerb von Land und Liegenschaften, Finanzierung des Neubaus sowie Betrieb und Unterhalt für die ersten 10 Jahre) wird privat finanziert. Dafür liegen bereits feste Zusagen in der Höhe von CHF 50 Mio. vor. Grosszügige Schenkungen der Wyss Foundation sowie der Daros Collection der Familie Stephan Schmidheiny legen den Grundstein für die Realisierung. Insgesamt werden die Kosten für Bau und Inbetriebnahme des Projekts auf CHF 80 Mio. beziffert.

Das Projekt von Atelier Peter Zumthor & Partner wird nach der Ausarbeitung im Frühjahr 2017 vorgestellt.