6. Februar – 8. April 2018

Materialisierungen des Körpers in der Sammlung Beyeler

Die erste Sammlungspräsentation des Jahres 2018 in der Fondation Beyeler setzt einen besonderen Fokus auf die grossen künstlerischen Themen Material und Körper. Dabei geht sie der Frage nach, welche Materialien auf welche Weise in der Kunst eingesetzt werden können und sich zugleich in „Körpern“ verwandeln, sei es im Sinne des menschlichen und animalischen Körpers, sei es als objekthafte Körper im Sinne des Kunstwerks als Gegenstand.

So werden neben Gemälden und Skulpturen von der Klassischen Moderne bis in Gegenwartskunst auch diverse Werke der zeitgenössischen Objektkunst präsentiert. In unkonventionellen Werkdialogen trifft so etwa Henri Rousseau auf Maurizio Cattelan und Piet Mondrian und Alexander Calder auf Félix González-Torres. Zugleich stehen sich die grossen Seerosenbilder von Claude Monet, die ikonischen Skulpturen Alberto Giacomettis und die abstrakten Malereien von Barnett Newman, Willem de Kooning und Clyfford Still gegenüber.

Zugleich nimmt die Sammlungspräsentation, die zeitgleich mit der Georg-Baselitz-Retrospektive zu sehen ist, an verschiedenen Stellen auch Bezug auf den bedeutenden deutschen Nachkriegskünstler, in dessen Werk Materialität ebenfalls eine besondere Rolle zukommt. Einen Anknüpfungspunkt bildet etwa die Präsentation der aussereuropäischen Kunst aus Afrika, Ozeanien und Alaska, besitzt Baselitz doch selbst eine umfängliche Sammlung afrikanischer Kunst. Ein weiterer Schwerpunkt wird mit Pablo Picassos Spätwerk gesetzt, auf das sich gerade Baselitz‘ späte Bilder oftmals beziehen.

Mit Blick auf die Ausstellung sind auch sämtliche deutsche Sammlungskünstler in der Präsentation vertreten, die die Kunst des 20. Jahrhunderts massgeblich beeinflusst haben. Klassiker der Moderne wie Wassily Kandinsky und Max Ernst bilden den Auftakt, gefolgt von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer bis hin zu Künstlern der jüngeren Generation wie Neo Rauch und Thomas Schütte.

Mit dieser umfangreichen Präsentation erhält der Besucher einen weiteren besonderen Einblick in die Vielfalt der Sammlung Beyeler und kann zugleich zentrale Dauerleihgaben aus privaten Sammlungen entdecken.