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Die Museumsverbände VMS und ICOM Schweiz sagen Nein zu No-Billag

Über die mediale Berichterstattung von Fernsehen, Radio und Internet gelangen die Museen an eine breite Bevölkerung und nehmen damit ihren kulturellen und sozialen Auftrag wahr. Diese Leistung gewährt die SRG mit einem öffentlichen und solidarisch finanzierten Fernsehen und Radio eher als durch private Mittel finanzierte Medienkanäle. Museen sind auf eine Berichterstattung über ihre Institutionen, Ausstellungen sowie Veranstaltungen angewiesen, um ihr Publikum auf ihre Häuser und Programm aufmerksam zu machen. Die Bevölkerung erhält gerade durch die öffentlich rechtlichen Medien Informationen über die Angebote und Themen in den Museen, wodurch der Bildungsauftrag der Museen unterstützt wird. Eine verminderte Berichterstattung hätte direkte Auswirkungen auf die Besucherzahlen und Popularität der Museen und würde damit auch die finanziellen Einkünfte der Häuser reduzieren, was diese bedrohen könnte.
Die SRG gewährt eine Berichterstattung in allen Landesteilen und Sprachregionen und macht auf deren vielfältiges Museumsangebot aufmerksam. Sie fördert massgeblich den kulturellen und sozialen Zusammenhalt in der Schweiz.
Deshalb lehnen die beiden Schweizer Museumsdachverbände VMS und ICOM die No-Billag-Initiative ab.

Mit mehr als 750 institutionellen Mitgliedern vertritt der Verband der Museen der Schweiz VMS die Interessen der gesamten Schweizer Museumslandschaft gegenüber den Behörden und der Öffentlichkeit. Er fördert die Kontakte unter Museen, setzt Standards und dient als Forum für Ideen- und Erfahrungsaustausch.
ICOM Schweiz ist der Schweizer Verband der Museumsfachleute. 1953 begründet, ist ICOM Schweiz eines der grössten nationalen Komitees des Internationalen Museumsrats ICOM. ICOM Schweiz setzt die ICOM-Ziele national um und arbeitet eng mit dem Verband der Museen der Schweiz VMS zusammen.