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17. September 2017

Für das diesjährige Sommernachtsfest hat die Fondation Beyeler die international bekannte Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist eingeladen, ein Projekt zu realisieren. Tender Roundelay, eine monumentale Video- und Lichtinstallation, ist ein Fest der Sinne und wird am Sonntag, 17.9.2017 in Teilen auch öffentlich präsentiert. Das künstlerische Konzept von Pipilotti Rist für das Sommernachtsfest 2017 der Fondation Beyeler werden vom Rolls-Royce Art Programme unterstützt.

Die Fondation Beyeler verbindet mit der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist eine langjährige Freundschaft. Pipilotti Rist war mehrfach in thematischen Ausstellungen des Museums zu sehen, zuletzt 2007 in der viel beachteten Ausstellung „EROS in der Kunst der Moderne". Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahren erlang sie internationale Aufmerksamkeit mit den bekannten Einkanalvideos I’m Not The Girl Who Misses Much (1986) und Pickelporno (1992). Rist hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter zweimal an der Biennale von Venedig und ist heute eine der herausragenden Videokünstlerinnen weltweit. Derzeit arbeitet sie an ihrer grossen Einzelausstellung im Museum of Contemporary Art Australia, die am 1. November 2017 in Sydney eröffnet.

Pipilotti Rists künstlerisches Projekt für die diesjährige Sommernachtsgala wird ein wahres Fest der Sinne. Kaleidoskopartige Videoprojektionen lassen die Gäste und mit ihnen Tische, Teller, Stühle, Betten, Essen und Getränke mit Präzision in eine phantasievolle, sich ständig verändernde monumentale Lichtinstallation eintauchen. Aus ihrem unerschöpflichen Bildarchiv hat die Künstlerin eine vier Stunden dauernde Videocollage aus Motiven entwickelt, die Nahaufnahmen von Natur, des menschlichen Körpers und historischen Esssälen darstellen. Feinsinnig und sanft choreographiert Pipilotti Rist mit ihrer Arbeit Tender Roundelay den Abend. Eingeladen zum Sitzen, Essen, Konversieren, Stehen und Liegen werden die Gäste vom Licht in seinem ganzen möglichen Intensitäts- und Temperaturspektrum gestreichelt.

Seit 2011 findet das Sommernachtsfest der Fondation Beyeler im September statt. Jedes Jahr wird ein Künstler eingeladen, für diese Benefizgala ein künstlerisches Konzept zu entwickeln. Beginnend mit der Einladung, über die Inszenierung und Dramaturgie des Abends mit der Wahl des Dresscodes, dem Essen und der Musik, ist es für den Künstler eine ungewöhnliche Herausforderung. Nur selten sind Künstler aufgefordert, ein künstlerisches Konzept zu entwickeln, in dem Gäste essen, trinken und geniessen. Andersherum sind die Gäste selten Teil eines Kunstprojektes so wie am Abend der Sommernachtsgala.

Am Sonntag, 17.9.2017 ist die Installation Tender Roundelay von Pipilotti Rist für alle Museumsbesucher von 12.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Nur an diesem Tag besteht die Möglichkeit, diese Installation zu erleben. Dank der Partnerschaft mit Rolls-Royce ist es möglich, diese sehr aufwendige Installation von Pipilotti Rist nicht nur den Gästen des Sommernachtsfests sondern allen Museumsbesuchern mit einem „Public Picnic“ am Sonntag zugänglich zu machen.

Hauptpartner des Sommernachtsfests sind die UBS, Bayer, Rolls-Royce und accurART.

Pippilotti Rist

Pipilotti Rist wurde 1962 in Grabs, im schweizerischen Rheintal, geboren. Ihren Aufstieg in die internationale Kunstwelt hatte Rist Mitte der 80er und 90er Jahre mit den bekannten Ein-Kanal- Videos, wie I‘m Not The Girl Who Misses Much (1986) und Pickelporno (1992). Heute ist Pipilotti Rist eine der meist gefeierten Videokünstlerinnen der Gegenwart und kann auf eine grosse Anzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken. Im Jahr 2009 wurde Rist von der Fundació Joan Miró, Barcelona, Spanien, mit dem Joan-Mirò-Preis für ihre breit gefächerte kreative Aktivität und ihr herausragendes Mitwirken in der aktuellen Kunstszene ausgezeichnet. Für ihren ersten Spielfilm Pepperminta (2009) erhielt Rist 2009 am sechsten „European Film Festival“ von Sevilla, Spanien, den ausserordentlichen Preis des Jurypräsidenten und im Jahr darauf am „Miami International European Film Festival“ den „Cutting the Edge Award“. 2012 wurde Pipilotti Rist den „Harper‘s Bazaar Art China“-Preis für „Best Artist“ verliehen und im Juni 2013 den „Zurich Festival“-Preis 2013 sowie den Meret Oppenheim Preis 2014.