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8. Oktober 2006 – 18. Februar 2007

Die Auseinandersetzung mit allen Formen und Spielarten des Eros – mit Liebe, Leidenschaft und Lust, mit Begehren und Vereinigung – war und ist einer der wichtigsten Impulse für die Entstehung von Kunst. Die Fondation Beyeler widmet sich in einer grossen Doppelausstellung dem Eros als einem die Kunstgeschichte weithin bestimmenden Thema. Dabei zeigt sie besonders Werke von Künstlern, für die der Eros zum eigentlichen Antrieb ihrer Kunst geworden ist. Nachdem in der ersten Ausstellung mit Auguste Rodin und Pablo Picasso zwei Pioniere der Moderne im Mittelpunkt standen, wird nun in der zweiten Ausstellung unter dem Titel «EROS in der Kunst der Moderne» in einem weiter gespannten Blickwinkel mit über 200 Werken ein Überblick gegeben. Die unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Entwicklungen des Erotischen in der Kunst von der frühen Moderne quer durch das 20. Jahrhundert bis in die heutige Zeit werden präsentiert.

Die Werke zeigen Erotik in drastischer Deutlichkeit, aber auch in Andeutungen, die sich erst bei genauerer Beschäftigung mit den Werken erschliessen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen unter diesem Aspekt die raumgreifenden post-surrealistischen Installationen Rebecca Horns. Fast alle künstlerischen Medien der Moderne und der zeitgenössischen Kunst sind in der Ausstellung vertreten: die Malerei ebenso wie die Plastik, Video und Film ebenso wie Druckgrafik, Zeichnung und Fotografie.

Die nach einer Idee von Ernst Beyeler konzipierte Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem BA-CA Kunstforum Wien (Ingried Brugger, Direktorin/Evelyn Benesch, Kuratorin), wo sie vom 1. März bis 22. Juli 2007 zu sehen sein wird. Für die Fondation Beyeler wurde die Ausstellung von Philippe Büttner und Ulf Küster kuratiert.

Saalheft 

Katalog «EROS in der Kunst der Moderne»

Eros, so hiess der griechische Gott der Liebe. Eros bezeichnet aber auch den Drang nach Erkenntnis und schöpferischer Tätigkeit. Eros nennt man auch die Leidenschaft oder Begeisterung in der Liebe. Und in der freudschen Psychoanalyse ist Eros ein Lebenstrieb, einer der zwei Haupttriebe. Die Darstellung und die Auseinandersetzung des Eros ist in der Kunst ein klassisches und immer wiederkehrendes Motiv.

Der Katalog zur Ausstellung "Eros in der Kunst der Moderne" beinhaltet einen Text von Konrad Liessmann mit dem Titel "Blutsverwandtschaft. Über Kunst und Erotik." Ein Annäherungsversuch und einen erotischen Glossar von A wie Amour fou über S wie Skandal bis zu Z wie obszöne Zeichnung.

Der Katalog umfasst 224 Seiten mit 172 meist farbigen Abbildungen.

Link zum Katalog