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Medienmitteilung 24. Juni 2016

Martin Zimmermanns „Der Besucher“ zu Gast in der Fondation Beyeler

Fokus-Führungen zu „Alexander Calder & Fischli/Weiss“ im Juli und August

Riehen/Basel. Als skurriler und hintergründiger Besucher erkundet der Performancekünstler Martin Zimmermann an drei aufeinanderfolgenden Tagen leibhaftig das Thema Gleichgewicht im Rahmen der Ausstellung „Alexander Calder & Fischli/Weiss“ auf eine ihm ganz eigene Weise. Vom 1. bis 3. Juli 2016 lässt er vor den Augen der Besucherinnen und Besucher einen Stummfilm und eine Performance entstehen, welche der Jazzpianist Colin Vallon live vertont. Während der Sommermonate Juli und August führen zudem weitere Fokus-Führungen mit so unterschiedlichen Schwerpunkten wie Tanz (Prof. Dr. Christina Thurner), Ökologie (Markus Ritter) und Physik (Dr. Martin Bammerlin) in die Welt von Alexander Calder und des Schweizer Künstlerduos Fischli/Weiss ein.

Surreales prallt auf Reales, Freiheit auf Konventionen, Geschichte auf Gegenwart: Das Moment des fragilen Gleichgewichts, das die aktuelle Ausstellung in der Fondation Beyeler zum Thema hat, nimmt Martin Zimmermann zum Anlass für seine eigene Interpretation dieses flüchtigen Zustands zwischen erhabener Balance und lustvollem Scheitern. Zimmermann wirft Gewohntes über den Haufen, hinterfragt Gesetzmässigkeiten, enthüllt Unsichtbares, lässt Unwahrscheinliches wahr erscheinen und stiftet den Zuschauer zur Erfahrung von neuen Perspektiven und Denkweisen an.

Humor, Magie und Absurdität machen die Einzigartigkeit von Martin Zimmermanns künstlerischem Schaffen aus. Für seine Stücke kreiert er skurrile, fremdartige Welten und inszeniert darin seine Figuren und bizarren Objekte. Oft entnimmt er der Realität alltägliche Dinge und versetzt sie in seine Parallelwelten, wo sie sonderbar deplatziert und absurd wirken. Die choreografische Handschrift von Martin Zimmermann zeichnet sich durch den straffen Rhythmus aus, in dem Bilder und Szenen aufeinanderfolgen. Kern seiner Arbeit ist der Dialog zwischen menschlichen Körpern und Objekten mit Eigenleben, welche er im meist instabilen und bedrohlich wirkenden Raum aufeinandertreffen und interagieren lässt. Zu Beginn seiner Arbeit steht das Wort, das sich im Kreationsprozess auflöst und den Platz freigibt für ein physisches und visuelles Theater ohne Worte. Der Mensch in seiner Komplexität steht dabei im Zentrum. Die Arbeit von Martin Zimmermann ist geprägt von seinen Anfängen als Zirkuskünstler.

Martin Zimmermann (geb. 1970), aufgewachsen im kleinen Dorf Wildberg in der Schweiz, absolvierte nach einer Lehre als Dekorationsgestalter das Studium am Centre National des Arts du Cirque in Frankreich, das er mit Auszeichnung abschloss. Nach seiner Rückkehr nach Zürich 1998 begann er seine Arbeit als Choreograf und Regisseur mit dem Kollektiv MZdP und später mit Zimmermann & de Perrot; seine Stücke zeigte er in zahlreichen Theatern und auf Festivals weltweit. 2014 kreierte er das Solostück „Hallo“, mit dem er nach wie vor auf internationaler und nationaler Tournee ist. www.zimmermanndeperrot.com

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