Vincent van Gogh
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1853, Groot-Zundert -1890, Auvers-sur-Oise
Nach verschiedenen Studien in Den Haag und Brüssel konzentrierte sich van Gogh vornehmlich auf das Selbststudium. Über seinen Bruder Theo lernte er bald die wichtigsten Künstler des Impressionismus kennen, darunter Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley, Camille Pissarro, Edgar Degas, Paul Signac und Georges Seurat. Unter ihrem Einfluss hellt sich van Goghs Farbpalette merklich auf, die ab seinem Aufenthalt in Arles seine Gemälde bestimmen. Dort entstehen nahezu zweihundert Gemälde, über hundert Zeichnungen und Aquarelle, bevorzugte Sujets sind Obstgärten, im Sommer Szenen der Kornernte und Portäts. Der Versuch, eine Künstlerkolonie in Arles zu gründen, scheitert an unüberbrückbaren Differenzen mit seinem Künstlerfreund Gaguin, an deren Höhepunkt sich der nervlich zerrüttete van Gogh sein Ohr abschneidet. Kurz darauf weist er sich selbst in die Heilanstalt Saint-Paul-de-Mausole bei Saint-Rémy ein. Am 29. Juli 1890 stirbt van Gogh an den Verletzungen, die er sich selbst mit einer Pistole zufügte. Van Gogh gilt als der wichtigste Anreger der Moderne. Der rege Briefwechsel, den er vor allem mit seinem Bruder führte, gibt nicht nur Aufschluss über seine künstlerischen Reflexionen und seine Vorgehensweise, sondern vor allem Einblick in eine tief verzweifelte Künstlerseele.




