Sam Francis
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1923, San Mateo/Kalifornien – 1994, Santa Monica/Kalifornien
Die frühen, in Paris entwickelten monochromen Arbeiten von Sam Francis entstanden abseits des Informel. Mit dem Bild „Big Red“ (1953, MoMa) griff Francis die Tradition der Armerikanischen Farbfeldmalerei auf, knüpfte aber auch an die europäische Maler der sogenannten „suggestiven Farbe“ an, die von Monet über Pierre Bonnard zu Gauguin und Henri Matisse führt. Vor allem die Seerosen-Zyklen Monets hinterliessen eine tiefe Wirkung bei Francis, die ihm wichtige Anregungen hinsichtlich der Organisation des Bildraums aus losen zusammenhängenden Farbflecken, die als lockeres Textgewebe den anti - illusionistischen Tiefenraum des Bildes eröffnen, bescherten. Eine Folge der Monet-Rezeption ist ebenso die Einführung der intensiven Buntwerte, vor allem der Farbentrias Blau, Gelb und Rot, die in intensiven Kontrasten zusammengestellt werden, durch den flüssigen Farbauftrag sich aber auch überlappen und in Farbsträhnen herunterlaufen. Bereits 1950 soll er formuliert haben: „Ich mache den späten Monet in Reinform“. (Sam Francis auf die Frage nach seiner Arbeit. Überliefert durch einen Brief von Bernard Schultze an Annelise Hoyer vom August 1967)


