Roy Lichtenstein

Roy Lichtenstein
Ball of Twine, 1963
Mirror, 1972
Girl with Tear III, 1977
Painting in Landscape, 1984
Beach Scene with Starfish, 1995
Ball of Twine, 1963
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Zurzeit im Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid ausgestellt

Roy Lichtenstein
Roy Lichtenstein
Ball of Twine, 1963

Magna auf Leinwand, 101.60 x 91.40 cm

Mirror, 1972
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Zurzeit nicht ausgestellt

Roy Lichtenstein
Mirror, 1972

Spiegel
Öl und Magna auf Leinwand,
Durchmesser 122 cm
Foto: Robert McKeever, Estate of Roy Lichtenstein

Lichtensteins 1969 einsetzende Mirror-Serie basiert auf Abbildungen von Spiegeln, die dem Künstler in Broschüren von Glasgeschäften aufgefallen waren. Lichtenstein ging es vor allem um die Frage der Darstellbarkeit ungreifbarer Phänomene – etwa der Oberflächenspiegelungen – durch konkrete Bildzeichen wie Punkte, Linien und Flächen, die er in seine Bildsprache umsetzen wollte. So ist es ihm in Mirror gelungen, die Immaterialität der Reflexion in ein abstraktes Gemälde zu übertragen und zugleich durch das runde Format und die gemalte Rahmung den Objektcharakter des Bildes als Spiegel zu wahren. Mit Mirror führt der Künstler einen raffinierten Diskurs über das Wesen und das Verhältnis von Wirklichkeit, Kunst und Illusion, den er später in Werken wie Painting in Landscape, einem anderen Gemälde der Fondation, konzeptuell und ästhetisch verändert fortsetzt.

Girl with Tear III, 1977
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Zurzeit im Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid ausgestellt

Roy Lichtenstein
Girl with Tear III, 1977

Mädchen mit Träne III
Öl und Magna auf Leinwand, 117x101,5 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Das Werk ist die letzte Version einer 1977 realisierten dreiteiligen Bilderfolge, in der sich Lichtenstein einerseits auf das Bildvokabular Dalìs und Picassos bezieht, andererseits Motive seiner eigenen Werke in surrealistischer Manier neu interpretiert. So deformiert er darin etwa Gesichtspartien der Comic-Schönheiten aus früheren Werken; beispielsweise der blonden Weinenden aus dem Werk Hopeless von 1963 (Kunstmuseum Basel), deren Tränen als Ausgangspunkt für das amorphe Gesichtsfragment von Girl with Tear III gedient zu haben scheinen. Balancierend und dennoch stabil erscheint die Figur in ihrer formalen Ambivalenz wie ein Trugbild, dessen Umrisse zwischen denen eines Mädchenprofils und jenen eines Hexengesichts oszillieren – Lichtensteins Reverenz an die surrealistische Kunst und deren Wahrnehmung zugleich.

Painting in Landscape, 1984
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Zurzeit nicht ausgestellt

Roy Lichtenstein
Painting in Landscape, 1984

Gemälde in Landschaft
Öl auf Leinwand, 127x152,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Beach Scene with Starfish, 1995
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Zurzeit nicht ausgestellt

Roy Lichtenstein
Beach Scene with Starfish, 1995

Strandszene mit Seestern
Öl und Magna auf Leinwand, 300,5 x 604 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Zwei Jahre vor seinem Tod schuf Roy Lichtenstein das riesige Gemälde, das vier nackte Schönheiten zeigt, die am Strand mit einem Ball spielen. Neben dieser ersten vordergründigen Ebene weist das grosse Werk eine ganze Reihe weiterer Aspekte auf, darunter solche, die es in eine Beziehung zu früheren Werken der Kunst stellen. So sind Badende, besternter Ball, Badekabine, aber auch die hinten aufragenden Felsen bereits in Picassos winzigen surrealen Strandbildern von 1931 zu finden – denen Lichtenstein hier somit ein grossformatiges Denkmal setzt. Zugleich zitiert Lichtenstein sich selber, verweisen doch die wehenden Haarbüsche der beiden äusseren Frauen auf seine eigenen „Brushstroke“-Bilder, die das Porträt eines Pinselstrichs zum Thema haben. Ein subtiles Spiel von Rasterungen und Streifen nimmt dem Bild weiter von seiner vordergründigen Oberflächlichkeit und verwandelt es vollends in ein ekstatisches Fest westlicher Malerei.

Roy Lichtenstein

1923, New York – 1997, New York

Der US-amerikanische Maler und Grafiker zählte zu den Begründern und Hauptvertretern der amerikanischen Pop-Art. Erst um 1960 fand Roy Lichtenstein zu seinem charakteristischen Stil, in dem er die Rasterpunkte der Druckvorlage auf die Leinwand übertrug. Neben Comicstrips diente ihm auch Alltägliches wie Illustrationen oder Kleinanzeigen aus Zeitungen und Zeitschriften als Inspiration für seine grossformatigen Gemälde. Später adaptiert Roy Lichtenstein Werke von Cézanne, Matisse oder Mondrian. 1969-72 entstehen die "Mirror Paintings". Ab 1970 entwirft Roy Lichtenstein auch einige großformatige Wandgemälde. Ab 1990 entstehen zudem plastische Werke.

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