Neo Rauch

Neo Rauch
Der Rückzug, 2006
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Zurzeit nicht ausgestellt

Neo Rauch
Der Rückzug, 2006

Öl auf Leinwand, 2-teilig, 300 x 420 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Neo Rauch setzt sich in neuer Weise mit den fundamentalen Problemen der Malerei der Moderne, dem Verhältnis von Fläche und Raumillusion, von Abstraktion und Figuration, auseinander. Das Gemälde Der Rückzug, dessen Titel rätselhaft bleibt, zeigt dies deutlich an dem gestischen Farbstrichknäuel rechts unten, das einen Schatten wirft und damit plastisch zu sein scheint, aus dem aber gleichzeitig Unheildrohendes wächst. Rauchs Verarbeitung von populären Bildern des 20. Jahrhunderts, von Comics und von Werbeschriften, seine traumartig surrealen Kombinationen, sein rationales Spiel mit dem Irrationalen, auch die Wahl seiner Farben sind stilbildend geworden. Das Besondere an diesem Werk sind Selbstzitate: Im Pavillon im Hintergrund scheinen zwei Rundbilder zu hängen, darunter Plazenta von 1993, ein für Rauchs malerische Entwicklung wichtiges Gemälde.

Neo Rauch
Neo Rauch

1960, Leipzig

Rauch studierte zwischen 1986 und 1990 bei Arno Rink an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst und war dort Meisterschüler von Bernhard Heisig. Im Jahr 1997 erhielt Neo Rauch den Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung. Mit dem Ende der Euphorie um die Künstler der von Charles Saatchi geförderten sogenannten "Young British Artists" geriet die "Leipziger Schule" ab Ende der 1990er in den Fokus des internationalen Kunstmarkes, wodurch er insbesondere in den USA zum deutschen Exportschlager avancierte. Neo Rauch war, ebenfalls an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig, zwischen 2005 und 2009 Professor für Malerei. Er lebt und arbeitet in Leipzig.

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