Mark Tobey

Mark Tobey
Forest Cathedral, 1955
White Journey, 1956
Night Flight, 1958
Ritual – Fire, 1960
Oncoming White, 1972
Forest Cathedral, 1955
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Zurzeit nicht ausgestellt

Mark Tobey
Forest Cathedral, 1955

Waldkathedrale
Tempera auf Papier auf Karton, 53 x 39 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

White Journey, 1956
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Zurzeit in dem Zentrum Paul Klee, Bern ausgestellt

Mark Tobey
White Journey, 1956

Weisse Reise
Kleisterfarbe auf Papier auf Pavatex, 113,5 x 89,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Der Schlüssel zu Tobeys künstlerischer wie persönlicher Erfüllung liegt in der Verbindung zwischen Malerei und Meditation. Beides waren für ihn Wege, die Entmaterialisierung der Dinge, das Aufgehen der Sinneswelt in einer lichthellen Geistigkeit erlebbar zu machen. In White Journey wird der Bildraum zum Meditationsraum, den der Maler mit seinen feingliedrigen Pinselstrichen nach allen Richtungen hin anfüllt.

Night Flight, 1958
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Zurzeit in dem Zentrum Paul Klee, Bern ausgestellt

Mark Tobey
Night Flight, 1958

Nachtflug
Tempera auf Karton, 30 x 22,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Ritual – Fire, 1960
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Zurzeit nicht ausgestellt

Mark Tobey
Ritual – Fire, 1960

Ritual – Feuer
Tempera auf Karton, 21 x 29,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Oncoming White, 1972
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Zurzeit nicht ausgestellt

Mark Tobey
Oncoming White, 1972

Aufkommendes Weiss
Öl auf Leinwand, 241 x 203 cm
Foto: Cantz Medienmanagement, Ostfildern

Ähnlich wie in White Journey ist der Bildraum auch in Oncoming White eine Art Meditationsraum. Hier wird die innere Randzone zur kaum wahrnehmbaren dritten Rahmung, die das Geflecht des kleinteilig gemalten Liniennetzes zusammenhält. Dieses wird zur Mitte hin immer filigraner – fast zerbrechlich – und steht zeichenhaft für die Raumerfülltheit. Eine malerische Reise vom Allgemeinen ins Spezifische, vom Rand zum Zentrum, von der messbaren Oberfläche zur unermesslichen Raumtiefe.

Mark Tobey
Mark Tobey

1890, Centerville, Wisconsin - 1976, Basel

Bei Tobey gibt es blattartige, an Vegetabiles erinnernde Formen, spitze Linien, fleckartige Strukturen, grafische Dickichte, die an Heuhaufen erinnern (November Grass Rhythmus, 1945), kristalline, splitternde Lineaturen und vor allem eine schwingende, sich wechselseitig verknüpfende und überlagernde Bewegung, die Tobey als „moving line“ charakterisierte. Die mit den Formen fest verbundene Bild-Schrift ist allerdings nicht denkbar ohne den Blick auf die Natur, dem der Maler grosse Bedeutung schenkte. Die Zustände der Natur, der Zeiten und Wege prägen vor allem sein Sehen. Tobey drückte seine Bewunderung vor allem für das  Spätwerk Monets aus. Auch Tobey, wie viele andere junge amerikanische Maler im Monet-Revival, wurde seine Bildform massgeblich durch den Effekt des „all-over“ beeinflusst. Vielerorts erwähnte Tobey die Bedeutung des Impressionismus für seine Entwicklung. Die schwingenden, mit Liniengespinsten gefüllten Bildräume seiner Bilder haben schon in der ersten Anschauung mehr mit Monets Pinseltexturen der 80er und 90er Jahre als mit Pollocks schweren, gestischen Hieben zu tun. Doch die meditiative, stille Ausstrahlung seiner „White Writings“, die vielen seiner Bilder etwas Strahlendes, eine Anmutung von Glück verleiht, unterscheidet ihn völlig von Pollock und anderen Malern der gestischen Abstraktion der New York School.
„Am meisten liebe ich es, in der Natur zu sehen, was ich in meinem Bild möchte. Wenn es uns gelingt, das Abstrakte in der Natur zu finden, so finden wir die tiefste Kunst.

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