Jean Arp

Jean Arp
Configuration, 1932
Coupes superposées, 1960
Configuration, 1932
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Zurzeit nicht ausgestellt

Jean Arp
Configuration, 1932

Konfiguration
Bemaltes Holzrelief, 69,9 x 55 x 3,5 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Der Titel Nach dem Gesetz des Zufalls ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn der Zufall kennt ja kein Gesetz – oder ist dies sein Gesetz? Arp ging es darum, eine künstlerische Ausdrucksform zu finden, die nichts mit einem Sujet, nichts mit irgendeiner Beschreibung zu tun hat. Er versuchte sich davon bei der Erfindung eines Werkes völlig frei zu machen. In seinen Holzreliefs verband er ein abstraktes zweidimensionales, auf wenige Farben reduziertes Bild mit der Dreidimensionalität der Plastik; seine Formen sind unregelmässig, wirken organisch, haben aber kein genaues Naturvorbild.

Coupes superposées, 1960
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Zurzeit nicht ausgestellt

Jean Arp
Coupes superposées, 1960

Schalenbaum
Bronze, Exemplar 0/3, gegossen 1982
bei Rudier, Frankreich, 196 x 99 x105,5 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Das Werk ist die Vergrösserung einer Arbeit von 1947: Das Bild eines Baums ist dies nicht, aber der französische Titel Coupes superposées („Gestapelte Schalen“) ist auch nicht ganz zutreffend, denn die drei übereinander getürmten, ähnlich runden Teile scheinen in einer organischen Bewegung emporzuwachsen. Wie bei Brancusis Unendlichen Säulen (Colonnes sans fin) zeigt auch Arps Schalenbaum das Prinzip der Folge von sich aus einer Form entwickelnden ähnlichen Strukturen.

Jean Arp

1886, Straßburg - 1966, Basel

Jean Arp war Künstler mit starkem Bezug zu Lyrik und Literatur. Da er einen Lyrikband von Tristan Tzara illustrierte, lernte er die Schreiber Hugo Ball und Richard Huelsenbeck kennen. Gemeinsam mit ihnen rief er 1916 die Dada-Bewegung ins Leben. Seine abstrakte Kunst wurde 1940 von den Nationalsozialisten als entartet verachtet. In den 50er Jahren arbeitete Arp vermehrt plastisch. In der Zeit sind wichtige Werke für die Universität in Harvard, Caracas sowei das UNESCO-Gebäude in Paris entstanden. Jean Arp war auf der documenta (1955, 1959, 1964) und auch auf der Biennale in Venedig vertreten. 1954 wurde ihm der Internationale Preis für Skulptur verliehen.

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