Jacques Lipchitz
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1891, Druskienniki - 1973 Capri
Der französische Bildhauer polnischer Herkunft studierte ab 1909 an der École des Beaux-Arts und an der Académie Julian in Paris, wo die Bekanntschaft mit Picasso und den Kreis der Kubisten deutliche Spuren in seinem Werk hinterliess: 1913 entstehen die ersten kubistischen Skulpturen. später Hinwendung zu kurvigen, durchbrochenen Formen. Jacques Lipchitz tritt 1922 der Gruppe "Esprit Nouveau" bei. Zwischen 1915 und 1925 schafft der Künstler in Stein gemeißelte, kubistische Skulpturen, bei denen Figuren und Köpfe auf einfache, blockhafte Formen reduziert und zum Teil farbig gefasst sind. Der Künstler beginnt 1925 mit einer Reihe von "transparenten", raumdurchlässigen Skulpturen im Wachsausschmelzverfahren, mit denen er sich von der kubistischen Formensprache löst. Die kantigen Strukturen weichen einem zwanglosen plastischen Stil, der sich in einem freien Gebrauch natürlicher Formen äußert, die zunehmend organischer werden. Als 1940 Paris von den Deutschen besetzt wird, flieht der Bildhauer nach Toulouse. Von dort aus verlässt der Bildhauer Frankreich bald endgültig und geht nach Amerika. Lipchitz lässt sich in New York nieder. Lipchitz nimmt zweimal an der "documenta" in Kassel teil (1959 und 1964).
