Jackson Pollock

Jackson Pollock
Untitled, um 1949
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Zurzeit nicht ausgestellt

Jackson Pollock
Untitled, um 1949

Ohne Titel
Papier, Email und Aluminiumfarbe auf Hartfaserplatte, 78,5 x 57,5 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Jackson Pollocks Technik des Action Painting war ein Traditionsbruch: Sein Malgrund – in diesem Fall eine Collage aus Stoff und Karton – lag am Boden und wurde von ihm mit mehreren Farbschichten bearbeitet, bevor er die Komposition des Bildes mit dem berühmten Dripping abschloss, indem er in kreisenden Bewegungen Farbe vom Pinsel oder direkt aus Tube und Farbeimer auf das Bild tröpfeln liess: Seine Bilder sind Protokolle seiner Bewegungen. Den Traditionsbezug seiner Werke sollte man allerdings nicht unterschätzen. Pollock arbeitete sehr wohl mit Vorstellungen von Räumlichkeit, einem „Davor“ und „Dahinter“. Damit stellte er sich in eine Entwicklungslinie abstrakter Kunst, die beim späten Monet und bei Kandinsky beginnt.

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Jackson Pollock
Jackson Pollock
Jackson Pollock

1912 Cody/Wyoming – 1956, Springs-East Hampton

Der in New York ausgebildete amerikanische Maler gilt als der bedeutendste Vertreter des Action Painting, wobei er den Malakt als Ritual des Schöpfungsprozesses versteht. In vollkommen neuer Malweise lässt er seit 1947 die Farbe gestisch auf die Leinwand tropfen (»dripping«), schleudert und schüttet die Farbe auf die meist ungrundierte, auf dem Boden liegende Leinwand und verarbeitet auch Materialien wie Sand, Hölzer und Glasscherben. In rhythmischem, schwungvollem Farbauftrag entsteht als All-over-Malerei ein dichtes Netz vielschichtiger Schlieren und Farbgewebe, die Ausdruck von tänzerischer Energie sind und figürliche Assoziationen zulassen. Im Spätwerk knüpft er an seine frühe mythologisch-figürliche, an der Malerei Thomas Hart Bentons geschulte Malweise an.

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