Henri Rousseau

Henri Rousseau
Le lion, ayant faim, se jette sur l’antilope, 1898/1905
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Rousseau
Le lion, ayant faim, se jette sur l’antilope, 1898/1905

Der hungrige Löwe wirft sich auf die Antilope
Öl auf Leinwand, 200 x 301cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Mit dem berühmten Dschungelbild gelang Rousseau 1905 im Pariser Herbstsalon der Durchbruch. Im 19. Jahrhundert verspottet und verlacht, avancierte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum bewunderten Künstler der Avantgarde. Apollinaire, Delaunay, Léger, Braque und Picasso besuchten ihn in seinem Atelier, und Wassily Kandinsky präsentierte ihn im Almanach Der Blaue Reiter als „Vater“ der „Grossen Realistik“. Charakteristisch für Rousseaus Gemälde ist die Spannung zwischen botanischer Sachlichkeit und geheimnisvoller Phantastik. Rousseau kannte die exotischen Weltgegenden nur aus zweiter Hand. Vorlage für seine Tiere und Pflanzen waren Zeitschriften, Fotos und die Dioramen des Botanischen Gartens. Wie ein schön geordnetes Herbarium präsentiert sich seine Wildnis: Blatt an Blatt, Grashalm an Grashalm. Rousseaus Dschungel ist eine wohlkomponierte Symphonie in Grün, eine sorgfältig gemalte Blatt- und Tiercollage. Genau in der Bildmitte wird, beobachtet von den anderen Tieren, ein tödlicher Kampf geboten.

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Henri Rousseau
Henri Rousseau
Henri Rousseau

1844, Laval – 1910, Paris

Die frühesten Gemälde des Beamten der Pariser Zollbehörde 1863 sind aus dem Jahr 1877 bekannt. 1885 gibt er den Dienst beim Zoll auf, um sich ganz der Malerei zuwenden zu können. Seit 1886 ist er mit Arbeiten im Salon des Indépendants vertreten. Freundschaft mit dem Dichter Alfred Jarry. Bekanntschaft mit Gauguin, Redon, Seurat, Pissarro. Seit 1891 Bilder exotisch-phantastischer Motive. 1906 Bekanntschaft mit Delaunay, Picasso und der Gruppe um Apollinaire. Im folgenden Jahr veranstaltet Picasso ein Bankett zu seinen Ehren.

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