Henri Matisse

Henri Matisse
Jeannette IV, 1911
Jardin à Issy (L’atelier à Clamart), um 1917
Jeune femme assise en robe de résille, 1939
Océanie, la mer, 1946/47
Océanie, le ciel, 1946/47
Algue blanche sur fond rouge et vert, 1947
Intérieur à la fougère noire, 1948
Nu bleu I, 1952
Nu bleu, la grenouille, 1952
Acanthes, 1953
Jeannette IV, 1911
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Matisse
Jeannette IV, 1911

Bronze, Exemplar1/10, F. Costenoble, Fondeur Paris, 61x 23 x 28 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Matisse hat immer wieder in Bilder- und Skulpturenserien die Entwicklung seiner Kunst dargestellt, wobei es ihm vor allem darum ging, eine kontinuierlich fortschreitende Abstraktion vom Naturvorbild zu dokumentieren. Die Büste ist Teil einer Serie von fünf zwischen 1910 und 1913 entstandenen Bildnissen des Modells Jeanne Vaderin. Während die beiden ersten Porträtköpfe sich noch stark an deren wirklichem Aussehen orientieren, werden die drei weiteren Porträtbüsten immer abstrakter. Jeannette IV wirkt wie aus dreidimensionalen Blöcken zusammengesetzt: Sockel, Brustansatz, Hals, Kopf und Haar. Matisse reagierte damit auf die Zerlegung und die Neukonstruktion des Bildhaften durch den Kubismus.

Jardin à Issy (L’atelier à Clamart), um 1917
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Matisse
Jardin à Issy (L’atelier à Clamart), um 1917

Der Garten in Issy (Das Atelier in Clamart)
Öl auf Leinwand, 130,5 x 89,5 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Das Gemälde zeigt den Blick in den Garten von Matisse’ Haus in Issy-les-Moulineaux, das er 1909  für sich und seine Familie gekauft hatte. Matisse befand sich 1917, im Entstehungsjahr des Gemäldes, in einer Phase, in der er in seinen Bildkompositionen immer abstrakter, immer radikaler wurde, wobei das bedrückende Erlebnis des Ersten Weltkrieges auch eine Rolle gespielt haben mag. Nur wenige wiedererkennbare Details werden gezeigt, das Haus, die Andeutung von Bäumen und ein Springbrunnen im Vordergrund. Der Garten wird im Wesentlichen als System von ineinander verschachtelten Flächen dargestellt, die durch Kreissegmente begrenzt sind. Diese werfen Schatten auf den bräunlich roten Fond, was dem Gemälde eine eigentümliche Raumwirkung gibt.

Jeune femme assise en robe de résille, 1939
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Matisse
Jeune femme assise en robe de résille, 1939

Sitzende junge Frau im Netzkleid
Kohle auf Papier, 66,2 x 51cm
Foto: Cantz Medienmanagement, Ostfildern

Im Jahr 1935 wurde Lydia Delectorskaya Matisse’ wichtigstes Modell und seine Muse. Ihr langgliedriger Körper und die Form ihres Gesichts hat den Maler – stets auf der Suche nach der absoluten Harmonie in einer perfekten „décoration“ – stark beeinflusst. Lydia regte ihn nicht nur zu bedeutenden Gemälden an, sondern beeinflusste auch seinen Zeichenstil. Matisse entwickelte in den Zeichnungen, die er von ihr anfertigte, seine verblüffende Fähigkeit weiter, jeder Linie Ausdruck zu geben, mit nur wenigen Strichen den dreidimensionalen Körper darzustellen. Dieses Blatt ist insofern besonders, als ihm Matisse durch die Verwendung von Kohle und durch Wischtechnik einen malerischen Ausdruck zu geben verstand.

Océanie, la mer, 1946/47
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Matisse
Océanie, la mer, 1946/47

Ozeanien, das Meer
Schablonendruck auf Leinen, Exemplar 4/30, 173,5 x 387,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Océanie, le ciel, 1946/47
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Matisse
Océanie, le ciel, 1946/47

Ozeanien, der Himmel
Schablonendruck auf Leinen, Exemplar 4/30, 173 x 364 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Algue blanche sur fond rouge et vert, 1947
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Zurzeit in der Tate Modern, London ausgestellt
Henri Matisse
Algue blanche sur fond rouge et vert, 1947
Weisse Alge auf rotem und grünem GrundAusgeschnittene Papiere, mit Gouache bemalt, auf Papier, 52,5 x 40,5 cmFoto: Robert Bayer, Basel
Intérieur à la fougère noire, 1948
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Zurzeit in der Tate Modern, London ausgestellt
Henri Matisse
Intérieur à la fougère noire, 1948
Interieur mit schwarzem FarnÖl auf Leinwand, 116,5 x 89,5 cmFoto: Peter Schibli, Basel
Intérieur à la fougère noire ist eines der letzten Bilder, die Matisse malte, bevor er sich fast ausschliesslich den Papiers découpés zuwandte. Er hat hier eine Harmonie von Figur, Gegenständen, Raum und Aussenraum gefunden. Verschiedene Farbzonen werden zusammengefügt: eine rote Tapete mit regelmässigem geometrischem Muster, ein gelber, schwarz gepunkteter Teppich, das grüne Rund des Tisches, die ebenfalls gepunktete Vase, das Schwarz, das den Fond für die Signatur abgibt. Die Frau links hat keine Individualität; das Weiss ihres Kleides und das Rosa ihrer Haut sind bestimmend für die Komposition des Bildes. Das Bindeglied zwischen dem oben rechts angedeuteten Aussenraum – man kann einen Baum erkennen – und dem Innenraum ist der Farn, der sich im Gegenlicht befindet und deshalb schwarz ist. Eine Besonderheit von Matisse’ Malerei wird hier deutlich: Seine Bilder haben einen Rhythmus, der nicht nur Resultat der Bewegung seiner malenden Hand ist; das Verhältnis der Bildteile zueinander scheint Gesetzen zu folgen, die einer musikalischen Struktur ähnlich sind.
Nu bleu I, 1952
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Zurzeit in der Tate Modern, London ausgestellt
Henri Matisse
Nu bleu I, 1952
Blauer Frauenakt IAusgeschnittene Papiere, mit Gouache bemalt, auf Papier auf Leinwand, 106 x 78 cmFoto: Robert Bayer, Basel
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Nu bleu, la grenouille, 1952
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Zurzeit nicht ausgestellt

Henri Matisse
Nu bleu, la grenouille, 1952

Blauer Frauenakt, der Frosch
Ausgeschnittene Papiere, mit Gouache bemalt, auf Papier auf Leinwand, 141 x 134 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Acanthes, 1953
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Zurzeit in der Tate Modern, London ausgestellt
Henri Matisse
Acanthes, 1953
AkanthusKohle, ausgeschnittene Papiere, mit Gouache bemalt, auf Papier auf Leinwand, 311 x 350,5 cmFoto: Robert Bayer, Basel
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Henri Matisse
Henri Matisse

1869, Cateau – 1954, Nizza Der französischer Maler, Bildhauer und Grafiker studierte in Paris u.a. an der Académie Julian und der École des Beaux-Arts. Um 1900 schafft er seine ersten Plastiken, und zur gleichen Zeit beginnt er unter dem Einfluss Monets, Cézannes und Gauguins in leuchtenden reinen Farben zu malen. Im Salon d’Automne erringt er als führender Kopf der Fauves besondere Aufmerksamkeit. Nach einer Reise nach Algerien 1906 entstehen erste Holzschnitte und Lithografien. Schon früh versucht er, das Räumliche und Körperliche ins Flächig-Dekorative zu übersetzen. In seinen Intérieurs und Stillleben stehen dabei zunächst dreidimensionale realistische Formen und Figuren neben Arabesken-Motiven. Nach dem einschneidenden Erlebnis der Islam-Ausstellung in München 1910 und einer Reise nach Marokko 1912 betreibt er reine Flächenmalerei. Der Teppich, das Sinnbild für den Garten des Glücks in der islamischen Kunst, durchzieht als Bildmotiv sein gesamtes Werk. Er strebt eine sakrale Kunst voller Ruhe und Harmonie an, an der alle teilhaben können. Ende der zwanziger Jahre wendet er sich Wand- und Architekturmalerei zu. Während des Zweiten Weltkriegs lebt er in Nizza und Vence, dann kehrt er nach Paris zurück. 1948 entstehen die ersten »gouaches découpées«, 1947 bis 1951 malt er die Chapelle du Rosaire in Vence aus.

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