Henri Matisse
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1869, Cateau – 1954, Nizza
Der französischer Maler, Bildhauer und Grafiker studierte in Paris u.a. an der Académie Julian und der École des Beaux-Arts. Um 1900 schafft er seine ersten Plastiken, und zur gleichen Zeit beginnt er unter dem Einfluss Monets, Cézannes und Gauguins in leuchtenden reinen Farben zu malen. Im Salon d’Automne erringt er als führender Kopf der Fauves besondere Aufmerksamkeit. Nach einer Reise nach Algerien 1906 entstehen erste Holzschnitte und Lithografien. Schon früh versucht er, das Räumliche und Körperliche ins Flächig-Dekorative zu übersetzen. In seinen Intérieurs und Stillleben stehen dabei zunächst dreidimensionale realistische Formen und Figuren neben Arabesken-Motiven. Nach dem einschneidenden Erlebnis der Islam-Ausstellung in München 1910 und einer Reise nach Marokko 1912 betreibt er reine Flächenmalerei. Der Teppich, das Sinnbild für den Garten des Glücks in der islamischen Kunst, durchzieht als Bildmotiv sein gesamtes Werk. Er strebt eine sakrale Kunst voller Ruhe und Harmonie an, an der alle teilhaben können. Ende der zwanziger Jahre wendet er sich Wand- und Architekturmalerei zu. Während des Zweiten Weltkriegs lebt er in Nizza und Vence, dann kehrt er nach Paris zurück. 1948 entstehen die ersten »gouaches découpées«, 1947 bis 1951 malt er die Chapelle du Rosaire in Vence aus.



















