Georges Seurat

Georges Seurat
L’homme couché (Etude pour »Une baignade, Asnières«), 1883/84
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Zurzeit in der Fondation Beyeler ausgestellt

Georges Seurat
L’homme couché (Etude pour »Une baignade, Asnières«), 1883/84

Liegender Mann (Studie zu »Badeplatz bei Asnières«)
Conté-Kreide auf Ingres-Papier »Michallet«, 24,5 x 31,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Die Zeichnung ist eine Vorstudie für die Figur im Vordergrund des Gemäldes Une baignade, Asnières (National Gallery, London). Der Maler gilt als Erfinder des Pointillismus: Seine Gemälde bestehen aus kleinen, nebeneinander gesetzten Punkten („points“) meist ungemischter Farbe, die der Betrachter auf einmal wahrnimmt, gleich wie beim modernen Rasterdruck. Seurat führte damit ein konstruktives, vom Sujet unabhängiges Element in die Malerei ein, ähnlich wie Cézanne, und schuf damit eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der abstrakten Kunst. Die weiche Kreide und die Struktur des Papiers erzeugen ebenfalls den Eindruck, als sei das Bild aus winzigen, abstrakten Einzelteilchen zusammengesetzt.

Georges Seurat

1859, Paris – 1891, Paris

Der französische Künstler gilt als Begründer und Hauptvertreter des Neoimpressionismus sowie als einer der führenden Künstler des Pointillismus. Die Bücher "Die Phänomene des Sehens" von David Sutter und "Die wissenschaftliche Theorie der Farben" von Odgen Rood haben Seurats intensive Beschäftigung mit dem Phänomen Licht und Farbe zur Folge. Klassisch akademisch geprägt von Meistern des Louvres und Werken von Delacroix, sind Seurats Gemälde von einem experimentellen Stil hinsichtlich Form, Farbe und Linienführung geprägt, der sich explizit gegen die Formhaftigkeit des Impressionismus richtet. Seine Theorien über Farben und Linien hatten vor allem Einfluss auf die Avantgardisten.

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