Georg Baselitz

Georg Baselitz
Verschiedene Zeichen, 1965
Weg vom Fenster, 1982
Verschiedene Zeichen, 1965
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Zurzeit nicht ausgestellt

Georg Baselitz
Verschiedene Zeichen, 1965

Öl auf Leinwand, 162,5 x130 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Die Wiederkehr des Figürlichen ist eines der auffallendsten Phänomene der Kunst nach 1960. Georg Baselitz’ Verschiedene Zeichen braucht die menschliche Figur: weil das Werk eine Begrenztheit zeigen will, nicht die unermesslichen Farbräume der Abstrakten. Ein junger Mann – auf der Stirn gezeichnet, die eine Hand blutend in einer Falle, die andere an der Palette, von einem grotesken Zaun behindert, aber dennoch den ganzen Oberkörper frei über dem Horizont – schaut auf und in die Weite. Er steckt in Geschichte fest und möchte dennoch Kunst realisieren und seine Grenzen im Schöpferischen sprengen.

Weg vom Fenster, 1982
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Zurzeit nicht ausgestellt

Georg Baselitz
Weg vom Fenster, 1982

Öl auf Leinwand, 250 x 250 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Georg Baselitz schritt 1969 zu einer bis heute provozierenden Tat. Er malte seine noch immer figürlichen Bildmotive umgekehrt, auf dem Kopf, einfach um sich davon zu befreien, stets einem traditionellen Menschenbild entlangzumalen, und um zu beweisen, dass es genauso überzeugend ist, den Menschen als Teil der Geschichte der Malerei zu zeigen. Sein Weg vom Fenster ist ein gewaltiges Bild: Beeinflusst von Munch, offenbart es uns rechts das gesamte Potenzial der menschlichen Ausdrucksfigur und links die wirbelnde Potenz reiner Farbe, die wie ein Schatten die Figur begleitet.

Georg Baselitz
Georg Baselitz
Georg Baselitz

Geboren als Georg Kern, 1938, Deutschbaselitz

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer konfrontierte die Kunstwelt zu Beginn der sechziger Jahre mit grossformatigen, expressiv farbigen, figurativen Bildern. Inspirationsquellen waren die Malweise Corinths sowie der Expressionisten. 1969 bricht er mit den malerischen Konventionen, indem er seine Landschaften, Portraits und Akte auf den Kopf stellt. Der Bildraum wird dadurch aufgehoben und rückt die Stofflichkeit der Farbe und Malgestus in den Vordergrund. Auch bei seinen grob geschnitzten und teilweise bemalten Holzskulpturen, die seit Ende der 70er-Jahre entstanden, steht die Materialität im Vordergrund.

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