Eduardo Chillida

Eduardo Chillida
Del horizonte, 1956
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Zurzeit nicht ausgestellt

Eduardo Chillida
Del horizonte, 1956

Vom Horizont
Schmiedeeisen, 66,5 x 22 x 32 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Die abstrakten Metallplastiken des Basken Eduardo Chillida haben oft einen starken Bezug zu Naturphänomenen; man denke an seine berühmten, an der Küste bei San Sebastián aufgestellten „Windkämme“. Darauf mag der Titel des Werkes anspielen. Der Künstler war sich der elementaren Kräfte Feuer und Hitze bewusst, deren Resultat eine solche Plastik ist. Bei diesem Werk scheint er sich vor allem mit dem Raumgreifenden, Raumumschreibenden beschäftigt zu haben, mit der unendlichen Vielansichtigkeit, die das Wesen einer dreidimensionalen Plastik ausmacht, im Unterschied zum zweidimensionalen Bild. Im Grunde handelt es sich um eine Plastik über das Wesen der Plastik, und auch das gibt dem Werk seine grosse Geschlossenheit und Ausdrucksstärke.

Eduardo Chillida

1924, San Sebastián – 2002, San Sebastián

Der in Paris zum Schmied ausgebildete spanische Bildhauer und Grafiker begann mit kleinen, feingliedrigen Arbeiten, ab 1956 wurden seine Eisenplastiken abstrakter und monumentaler. In diesen wie in Arbeiten aus Marmor und Alabaster sowie Zeichnungen und Collagen thematisierte er v.a. den Raum und seine Wandelbarkeit mittels einer einheitlichen Materialität. Neben Richard Serra zählt Chillida zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Metallplastik.

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