Edgar Degas

Edgar Degas
Le petit déjeuner après le bain (Le bain), um 1895–1898
Trois danseuses (jupes bleues, corsages rouges), um 1903
Le petit déjeuner après le bain (Le bain), um 1895–1898
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Zurzeit nicht ausgestellt

Edgar Degas
Le petit déjeuner après le bain (Le bain), um 1895–1898

Das Frühstück nach dem Bad (Das Bad)
Pastell auf Papier auf Pappe, 82,5 x 79 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

In seinen Bildern aus dem Boudoir konzentrierte sich Degas auf die alltäglichen, intimen Gesten der Frauen bei der Toilette. Das Pastell Le petit déjeuner après le bain (Le Bain) zeigt keine Venus, die auf der Muschel dem Meer entsteigt, sondern eine anonyme Frau in Rückenansicht, die aus der Badewanne klettert. Genau wie die Impressionisten die Landschaft neu wahrgenommen und dargestellt haben, hat Degas die Sicht auf die Frau neu erschlossen. Mit dem Farbauftrag hält er den flüchtigen Augen-Blick fest, und sein solides Bildgefüge sorgt dafür, dass dieser nicht allzu schnell entschwindet, dass der Augenblick hält – bis heute.

Trois danseuses (jupes bleues, corsages rouges), um 1903
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Zurzeit nicht ausgestellt

Edgar Degas
Trois danseuses (jupes bleues, corsages rouges), um 1903

Drei Tänzerinnen (blaue Röcke, rote Mieder)
Pastell auf Papier auf Pappe, 94 x 81cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Zu den grossen Kostbarkeiten der Fondation Beyeler zählen zwei Pastelle aus Degas’ Spätwerk: Trois danseuses (jupes bleues, corsages rouges) und Le petit déjeuner après le bain (Le Bain). Die Raffinesse des Bildaufbaus und die gewagten Blickwinkel sind faszinierend, desgleichen die wundervolle Farb- und Lichtführung. Degas war – was die Zeichnung anbelangt – ein alter Meister, in seinem Farbauftrag hingegen ein Revolutionär und experimentierfreudiger Avantgardist. Im Kreis der Impressionisten stand er etwas abseits. Er arbeitete nicht im Freien „sur le motif“, sondern im Atelier. Ballett und Boudoir waren seine Themen, wobei er sich nicht mehr für die akademische Pose interessierte, sondern für die komplexen Bewegungsabläufe der Tänzerinnen, wie in diesem Bild: Gerade der hier dargestellte Moment unmittelbar vor dem Auftritt sagt ja möglicherweise viel mehr aus über das Tanzen an sich als das Bild des grossen Auftritts auf der Bühne.

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Edgar Degas

1834, Paris – 1917, Paris

Wie die meisten Künstler seiner Zeit schulte der französische Maler und Bildhauer sein Auge an Werken des Klassizismus und der Frührenaissance und malte Historienbilder und Porträts. Zunehmend konzentrierte er sich aber auf Schauplätze des Alltagslebens und malte – oft auch auf der Grundlage eigener Fotografien – Szenen aus Opern, Theater, Pferderennen und Cafés oder aus dem Bad und widmete sich ganz der Pastellmalerei. Als er im Alter erblindete, arbeitete er vornehmlich plastisch und schuf Skulpturen von Pferden, Frauenakte oder Tänzerinnen.

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