Claude Monet

Claude Monet
La cathédrale de Rouen: Le portail (Effet du matin), 1894
Nymphéas, 1916–1919
Le bassin aux nymphéas, um 1917–1920
Le pont japonais, um 1918–1924
La cathédrale de Rouen: Le portail (Effet du matin), 1894
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Zurzeit in der Kunstsammlung Hermitage, St. Petersburg ausgestellt

Claude Monet
La cathédrale de Rouen: Le portail (Effet du matin), 1894

Die Kathedrale von Rouen: Das Portal (Morgenstimmung)
Öl auf Leinwand, 107 x 74 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

In den Jahren 1892–1893 malte Monet 28 Bilder der Westfassade der Kathedrale von Rouen. Trotz der atmosphärischen Auflösung des Baus durch die Malerei gehen diese Bilder über den Impressionismus hinaus. Denn beendet wurden sie nicht einzeln vor dem Objekt, sondern nebeneinander im Atelier von Giverny, wo Monet die vielen Variationen der Kathedrale zu einer Gesamtvision aus Licht und Farbe vereinte. So zeigte er 1895 in Paris 20 seiner Kathedralen – darunter Le Portail (Effet du matin), – als Serie. Das Konzept der Serie prägt die Kunst bis heute. Monets Idee, den Bau von Rouen als riesige sublime Erscheinung zu zeigen, die jedes Bild sprengt, beeinflusste zudem die abstrakten Expressionisten. Noch vor der Wiederentdeckung von Monets Nymphéas in den frühen 1950er Jahren fand Clyfford Still hier die Idee einer übergrossen, weit über das Bild hinausweisenden Struktur. Bei Monet ist diese freilich noch nicht abstrakt. Er spielt mit der Spannung zwischen der flächigen Malschicht und dem von ihr erzeugten Bild des in der Raumtiefe riesig aufragenden Baus.

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Nymphéas, 1916–1919
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Zurzeit nicht ausgestellt

Claude Monet
Nymphéas, 1916–1919

Seerosen
Öl auf Leinwand, 200 x 180 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Ab 1895 rückten Bilder des Seerosenteiches in Giverny mehr und mehr in den Mittelpunkt von Monets Schaffen. Zunächst malte er den Teich als Teil der ihn umgebenden Gartenlandschaft. Nach 1900 aber senkte er seinen Blick zunehmend unter Horizont und Ufer und fokussierte auf die ungeteilte Wasseroberfläche, auf der die Nymphéas, die Seerosen, zu schwimmen scheinen und in der sich Bäume und Himmel spiegeln.

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Le bassin aux nymphéas, um 1917–1920
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Zurzeit nicht ausgestellt

Claude Monet
Le bassin aux nymphéas, um 1917–1920

Der Seerosenweiher
Öl auf Leinwand, Triptychon, je 200,5 x 301cm
Foto: Christian Baur, Basel

Seit den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich Monet mit der Idee, mehrere Seerosenbilder zu raumgreifenden Dekorationen zu verbinden. Den Höhepunkt dieses Konzepts bilden die während des Ersten Weltkriegs begonnenen Grandes Décorations, darunter die 1918 dem Staat vermachten Paneele, die seit 1927 in den ovalen Sälen der Pariser Orangerie gezeigt werden. Das berühmte Triptychon der Fondation Beyeler, das gegenüber den Bildern der Orangerie „abstraktere“ Züge zeigt, entstand 1917–1920. Monet malte es im Atelier und verdichtete dabei in einem langwährenden Arbeitsprozess Eindrücke, die er im Garten empfangen hatte. In neuartiger Weise gelang es ihm hier, Teich- und Bildfläche, Natur und Kunst zu einer uferlosen Membran aus Malerei zu verschmelzen. Die wie ein abstraktes „All over“- Bild wirkende Malerei übte nach 1950 grossen Einfluss auf Künstler des abstrakten Expressionismus wie Sam Francis aus.

Le pont japonais, um 1918–1924
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Zurzeit in der Kunstsammlung Hermitage, St. Petersburg ausgestellt

Claude Monet
Le pont japonais, um 1918–1924

Die japanische Brücke
Öl auf Leinwand, 89 x 115,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Nach dem Abschluss der Arbeiten an den Grandes Décorations wandte sich Monet in seinen letzten Lebensjahren (1920–1926) anderen Motiven zu, beschränkte sich aber bis zuletzt auf seinen geliebten Garten. Dieser war ihm nach 1917 zur Natur im Kleinen geworden, die er in seinen Bildern zu einem Paradies der Wahrnehmung formte. Dies gilt auch für das späte Bild der Japanischen Brücke, in dem die ganze Bildfläche vom Wuchern der Farbe gewordenen Vegetation erfasst wird.

Claude Monet

1840, Paris – 1926, Giverny

Der französische Maler lernte u.a. bei dem Freilichtmaler Eugène Boudin und studierte ab 1859 in Paris, wo er Bekanntschaft mit Pissarro, Bazille, Sisley und Renoir machte. Sein Werk „Impression, soleil levant" verleitete Kritiker, ihn auf der ersten Impressionisten-Ausstellung 1874 in Paris als "Impressionisten" zu verspotteten und begründete somit eine der wichtigsten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Mit Beginn des deutsch-französischen Kriegs 1871 floh er nach London, wo Gemälde von Turner und Constable ihn stark beeindruckten und der Kunsthändler Durand-Ruel sich seiner annahm. Nach seinem Umzug nach Giverny widmete er sich intensiv der Abhängigkeit der Formen und Farben von Licht-, Luft- und Zeitverhältnissen in Bildfolgen. Vor allem der Garten mit den Seerosenteichen wurde Inspirationsquelle für seine berühmten Seerosenbilder, die dort ab 1899 entstanden und in seinen letzten Werken bereits Elemente des Expressionismus enthielten.

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