Barnett Newman

Barnett Newman
Genetic Moment, 1947
The Way II, 1969
Genetic Moment, 1947
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Zurzeit nicht ausgestellt

Barnett Newman
Genetic Moment, 1947

Moment des Ursprungs
Öl auf Leinwand, 96,5 x 71cm
Geschenk von Annelie Newman
Foto: Cantz Medienmanagement, Ostfildern

The Way II, 1969
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Zurzeit nicht ausgestellt

Barnett Newman
The Way II, 1969

Der Weg II
Acryl auf Leinwand, 198,5 x152,5 cm
Foto: Peter Schibli, Basel

Barnett Newmans Werke gehören zu den radikalsten Schöpfungen, mit denen die amerikanischen Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg die traditionelle europäische Kunstentwicklung in Frage stellten. Bildschärfe, Klarheit und Farbstrenge sind dabei grundlegend. In seinem späten Werk The Way II lässt er die Farbwerte hart aufeinanderprallen. Der rote Bildraum in der Mitte wird von zwei seitlichen schwarzen Streifen flankiert, die je einen Drittel der roten Bildfläche messen. Das einrahmende Schwarz steigert dabei die rote Fläche zu ihrer vollen Farbintensität. Der Akzent liegt deutlich auf den vertikal ausgerichteten Formen, die kompromisslos in die Höhe streben und förmlich über sich und die Leinwand hinauswachsen. Die zusammenhängenden Farbfelder werden so zu Erlebniswelten, auf der endlosen Suche nach dem Unerkennbaren, dem Erhabenen.

Barnett Newman

1905, New York – 1970, New York

Newman versuchte mit seiner Malerei den Betrachter aus den festgefügten Grenzen vernunftgeleiteter Erfahrung zu befreien und ein gesteigertes Bewusstsein zu ermöglichen. Die leuchtenden Farbflächen, die in ihrer Farbintensität mittelalterlichen Glasfenstern gleichen, sollen in extremer Nahsicht und ohne Möglichkeit der dekorativen Einpassung des Bildes in das architektonische Ambiente transzendente Erfahrungen auslösen. Der Farbraum assoziiert keine Realität ausserhalb des Bildes, er ist konkret und spirituell zugleich, wie die Farbe selbst in ihrer Materialität und geistigen Ausstrahlung. In den grossen Formaten ist die Farbe Schicht um Schicht aufgetragen und die Farbwirkung durch differenzierte Untermalung genau kalkuliert. Newman: „Der Impressionismus hat der Kunst ein unverkennbar anderes Aussehen verliehen[...] Gerade deshalb beginnt die moderne Malerei mit den Impressionisten, weil zum ersten Mal in der Geschichte eine Gruppe von Künstlern sich entschlossen der Lösung eines technischen Problems in der Malerei zuwandte – nämlich der Farbe [...] Sie befreiten die Palette des Künstlers aus ihrem Gefängnis [...] Monet schuf eine neue Ästhetik der Farbe.“ [Vgl.: Barnett Newman, Das Problem des Inhalts, 1944-45, in: John P. O ` Neill (Hrsg.), Barnett Newman, Schriften und Interviews, Bern/Berlin 1996, S. 94-97.]

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