Anselm Kiefer

Anselm Kiefer
Baum mit Palette, 1978
Wege: märkischer Sand, 1980
Dein und mein Alter und das Alter der Welt, 1997
Lilith, 1997
Baum mit Palette, 1978
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Anselm Kiefer
Baum mit Palette, 1978
Öl und Blei auf Leinwand, 280,5 x 190 cmFoto: Robert Bayer, Basel
Wege: märkischer Sand, 1980
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Anselm Kiefer
Wege: märkischer Sand, 1980

Acryl und Sand auf Fotografie auf Jute, 255 x 360 cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Dein und mein Alter und das Alter der Welt, 1997
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Anselm Kiefer
Dein und mein Alter und das Alter der Welt, 1997
Öl, Emulsion, Schellack und Aschemit Terrakottastücken auf Leinwand, 5 Teile, 470 x 940 cmFoto: © Courtesy Anthony d'Offay Gallery, London
Anselm Kiefer ist Architekt verschiedener Welt- und Zeiträume. In seinem vielschichtigen und materialreichen Werk verbinden sich Mikro- und Makrokosmos, Literatur, Geschichte und Mythos. Wie riesige Kulissen türmen sich seine Gemälde vor dem Betrachter auf. In Dein und mein Alter und das Alter der Welt verknüpft Kiefer das tonnenschwere Gemälde mit einer zarten, zerbrechlichen Gedichtzeile der österreichischen Lyrikerin Ingeborg Bachmann. Über der Pyramide erscheint in schwarzer Schrift ein Zitat aus ihrem Liebesgedicht Das Spiel ist aus: „dein und mein Alter und das Alter der Welt [...mißt man nicht mit den Jahren].“
Lilith, 1997
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Anselm Kiefer
Lilith, 1997
Emulsion, Schellack, Acryl, Blei, Haar undAsche auf Leinwand, 2-teilig, 330x 560 cmFoto: Robert Bayer, Basel
In Lilith rast ein bleierner Kampfjet mit schwarzem Haarschweif unter den Flügeln über eine menschenleere, gespensterhaft auseinanderbrechende Ruinenstadt. Vor Kiefers monumentaler Grossleinwand wird der Bildbetrachter zum Akteur ohne Skript. Als Regieanweisung gibt es nur Malerei und die auf dem Gemälde applizierten Requisiten und Schriftzeichen. Die Offenheit der Bildzeichen lässt keine schlüssige Interpretation zu. Anselm Kiefer stellt nicht „Bedeutung“ her, sondern schafft eine Bühne für unseren eigenen Auftritt. „Ich sehe meine Bilder wie Ruinen, oder wie Bausteine, die man zusammensetzen kann. Sie sind Material, mit dem man etwas bauen kann, aber sie sind nichts Vollendetes. Sie sind näher am Nichts als an der Vollendung.“
Anselm Kiefer

1945, Donaueschingen Der deutsche Maler und Bildhauer, der in Freiburg i.Br., Karlsruhe und in Düsseldorf bei Josef Beuys Kunst studierte, thematisiert in seinen Werken v.a. die deutsche Geschichte in der überlieferten Form der Legenden und Mythen wie auch die Zeitgeschichte. In riesigen Formaten bearbeitet Kiefer sein Thema mit einer vom Informel angeregten Vielfalt an Materialien und Techniken. Neben dem expressiven Farbauftrag massiver Malschichten setzt er Axt und Brenner ein, in die Bildschichten collagiert er Applikationen, Fotos und Inschriften, die die Bilder mit Assoziationen und Deutungen anfüllen. In diesem intensiven Akt macht er den Prozess des Malens zum Thema und verknüpft ihn aufs Engste mit dem Inhalt des Bildes. Ende der achtziger Jahre wendet sich Kiefer dem Bildobjekt zu und thematisiert hier mit Blei als dem bevorzugten Material die Menschheitsgeschichte, ihre Katastrophen und Heilserwartungen.

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