Alexander Calder

Alexander Calder
Otto’s Mobile, 1952
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Zurzeit nicht ausgestellt

Alexander Calder
Otto’s Mobile, 1952

Stahl, bemalt, Aluminium, 533,4 x 243,8 cm
Foto: Museo Guggenheim Bilbao/Erika Barahona

Calders bewegliche Skulpturen gehören zu den frühesten künstlerischen Manifestationen, die sich bewusst von einem traditionellen Verständnis des Kunstwerks als eines statischen Gegenstands lösten und die Idee der Bewegung und Veränderung als ästhetische Faktoren integrierten. Für seine „Mobiles“ – Marcel Duchamp war der erste, der sie so bezeichnete – wurde Calder von Joan Mirós und Piet Mondrians abstrakten Gemälden angeregt. Seit den späten 1920er Jahren versuchte er, diese in eine dreidimensionale Formensprache zu übersetzen. Eben dieser künstlerische Bezug spricht sich auch in dem nach seinem ersten Besitzer Otto’s Mobile benannten Werk aus – eine sich in perfekter Balance befindliche, freihängende Drahtkonstruktion mit bemalten Metallstücken in mannigfaltigen Formen, die auffällig an Mirós Kompositionen aus schwarzen und farbigen Linien sowie Flächen erinnert.

Alexander Calder

1898, Philadelphia – 1976, New York

Fasziniert vom Zirkus entstehen Ende der 20er Jahre kleine Figuren aus Draht, Holz und Stoff. Die Eindrücke aus dem Pariser Planetarium und seine Verbindung mit der Künstlergruppe „Abstraction-Création" 1930 verarbeitet er in abstrakten und beweglichen Plastiken aus Metallelementen, Stäben, Fäden und Eisendraht, die später von Duchamp als „Mobiles“ bezeichnet werden und mit den Jahren immer komplexer und raffinierter werden. Als Gegenpart zu den leicht wirkenden „Mobiles“ entstehen später unbewegliche, tektonisch schwere, teils monumentale Konstruktionen aus Stahlblech, für die Jean Arp den Begriff „Stabiles“ etabliert.

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