Architektur

Aussenansicht, Museumseingang, Schriftzug auf rotem Porphyrstein
Aussenansicht, Westfassade, Sicht vom Tüllinger Hügel aus
Sicht ins Museum, Seerosenteich
Detailaufnahme Glasdach
Blick in den Monet Saal
Blick in den Wintergarten mit Sicht auf den Tüllinger Hügel
Aussansicht Villa Berower Park mit Gartenterrasse
Berower Park, Pavillon
Architektur mit Sinn für Kunst und Natur

Ernst Beyeler fand das Grundstück mit dem idealen Bezug zur Natur in seinem Heimatort Riehen. Ein perfekter Ort, um abgeschottet vom Lärm des Alltags Raum und Zeit hinter sich zu lassen.

Die Idee
Das Museum soll der Kunst dienen und nicht durch architektonische Extravaganzen wirken. Die Räume werden durch ihre ausgewogenen Proportionen, Materialien und das besondere Licht definiert. Die diskrete Stille der Architektur bewahrt den Charakter der Kunstwerke.

Der Grundriss
Die zwei bestehenden Aussenmauern des Gartengrundstücks führten zur Grundrissidee.
Vier 115 Meter lange Mauern verlaufen parallel zueinander in Nord-Südrichtung. Querwände unterteilen diese Achsen und bilden verschieden grosse Räume.

Die Mauern
Es wurde ein Naturstein gesucht, der so in die Landschaft passt, als ob das Gebäude immer schon dagewesen wäre. Der ortsübliche Sandstein strahlt allerdings nicht die Langlebigkeit aus, die das Museum vermitteln sollte. In Patagonien wurde ein besonders schöner Porphyr gefunden. Die Frachtschiffe benötigten ihn als Ballast, so war er kostengünstig zu transportieren.

Das Glasdach
Das Museum sollte von natürlichem Licht durchflutet werden, was zur Idee eines leichten Glasdachs führte. Es liegt wie ein unabhängiges Element auf den soliden Grundmauern auf und bildet einen Kontrast zur soliden Natursteinmauer. Das Licht wird von Norden her eingefangen, Licht von Osten und Westen wird abgeschirmt. Im Norden und Süden ragt das Dach weit über das Mauerwerk hinaus und bietet so einen Sonnenschutz über den Glasfassaden. Durch die mattierten shedartigen Gläser werden Schlagschatten in den Räumen vermieden. Dennoch gibt es leichte Lichtwechsel im Inneren, welche eine lebendige Stimmung in die Räume übertragen.

Die Ausstellungsräume
Der Wechsel unterschiedlich proportionierter Räume ermöglicht spannungsvolle Wegeführungen. Lüftungskanäle im Boden verteilen klimatisierte Frischluft in den Räumen.

Der Wintergarten
Die Westfassade öffnet sich zur ruhigen Fläche des Getreidefeldes und zur Reblandschaft des Tüllinger Hügels. Dies ist eine ideale Ruhezone, wo man die intensiven Kunsterlebnisse verarbeiten kann. Ein Ort zum Verweilen.

Das Wasserbassin vor der Südfassade
Die Wasserfläche mit den Seerosen spiegelt Monets Werke und bildet einen sanften Übergang zwischen innen und aussen. Kunst trifft auf harmonische Art und Weise auf Natur. Der terrassierte Rasen davor bietet mit seinen Sitzsteinen die Möglichkeit, die Kunst im Museum von aussen zu betrachten.

Der Garten
Der englische Landschaftspark mit dem alten Baumbestand und einer sanften Wegeführung ermöglicht die Begegnung mit Kunstwerken von Calder und Kelly, kleinen Teichen und dem Aussichtspavillon. Bei schönem Wetter kann man hier die Hügellandschaft des Umlands auf sich wirken lassen.

Die Villa Berower
Die spätbarocke Villa steht dem Museumsbau gegenüber und beherbergt die Museumsverwaltung. Das Restaurant Berower mit seiner Parkterrasse bietet die Möglichkeit, sich während des Museumsbesuchs auch kulinarisch zu verwöhnen. Die Fondation Beyeler soll für alle Sinne eine Freude sein.

Renzo Piano
Renzo Piano, Fondation Beyeler

Renzo Piano, Fondation Beyeler - eine faszinierende Dokumentation über die Entstehung des Gebäudes. Briefwechsel zwischen Ernst Beyeler und Renzo Piano, Skizzen und vielen intressanten Bildern bei uns im Art Shop erhältlich.

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