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Fondation Beyeler Jahresbericht 2010

10 Mit Basquiat realisierte die Fondation Beyeler die erste umfassende Retrospektive des legendären New Yorker Künstlers in Europa. Diese mit rund 130 Werken aus renommierten Museen, Galerien und Privatsammlungen in Europa und Amerika herausragend bestückte Schau zum fünfzigsten Geburtstag des Künstlers stiess in internationalen Kunstkreisen und der Fachwelt auf grosse Resonanz, wie auch die 109ı 328 in Riehen gezählten Besucher belegen. Sehr erfreulich war der Zuspruch der vielen jungen Besucher, die Basquiat ins Museum zu locken vermochte. An ihrer zweiten Station im Musée d’Art moderne de la Ville de Paris strömten 352ı 000 Besucher in die Ausstellung. Die grosse Themenschau Wien 1900 – Klimt, Schiele und ihre Zeit zog 223ı 113 Kunst- interessierte in ihren Bann – dies nicht zuletzt dank der durchweg hochkarätigen Leihgaben, darunter rund 80 Werke von Egon Schiele, 50 Werke von Gustav Klimt und selten gesehene Gemälde von Arnold Schönberg, Oskar Kokoschka und Richard Gerstl sowie erlesene Objekte der Wiener Werkstätte. Ein eigens für die Ausstellung designter Shop mit Wien-Produkten und ein Wiener Kaffeehaus im Souterrain rundeten den Ausstellungsbesuch ab. Ausstellungsprojekte mit Zeitgenossen Die Projekte mit zeitgenössischen Künstlern im Souterrain konnten als integraler Bestandteil des Ausstellungsprogramms der Fondation Beyeler eine noch stärkere Aus- strahlungskraft als in den Jahren zuvor entfalten. Viel beachtet war die Präsentation Günther Förg mit einer stringenten Bildinszenierung, bestehend aus Wandmalerei und 21 Fotografien, deren auf berühmte Bauten der Moderne Bezug nehmende Motive mit der Architektur der Fondation Beyeler in wechselseitigen Dialog traten. Auf diese Ausstellung folgte die H Box, ein innovativer mobiler Screening Room mit neuen Filmen von jungen Videokünstlern. Auf beachtliche Resonanz in der inter- nationalen Fachwelt stiess die europäische Retrospektive zu Felix Gonzalez-Torres – einem der einflussreichsten Künstler seiner Generation –, die in Zusammenarbeit mit dem Wiels Center for Contemporary Art in Brüssel und dem Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main, realisiert wurde. Gonzalez-Torres’ zauberhafter Bonbon- haufen im grossen Renzo-Piano-Saal, seine Arbeiten, die auch in den Sammlungs- räumen der Fondation Beyeler mit Werken der klassischen Moderne interagierten, etwa der sich quer durch den Saal mit Giacometti- und Bacon-Werken erstreckende goldene Vorhang, präsentierten die Sammlung Beyeler in neuem Licht. Im letzten Laufmonat wurde die Installation durch die New Yorker Künstlerin Carol Bove wöchentlich neu gestaltet. Die Lichterkette von Felix Gonzalez-Torres über der Mittleren Rheinbrücke in Basel sowie Plakatwände des Künstlers in sechs Schweizer Städten (Basel, Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Zürich) liessen sein Werk auch ausserhalb des Museums erlebbar werden. Zum Jahresausklang beeindruckte das Künstlerpaar Monica Studer und Christoph van den Berg mit einem digitalen Aus- stellungsprojekt, Hotel Vue des Alpes (bis 21. Januar 2011).