Le lion, ayant faim, se jette sur l’antilope, 1898/1905

Le lion, ayant faim, se jette sur l’antilope, 1898/1905
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Henri Rousseau
Le lion, ayant faim, se jette sur l’antilope, 1898/1905

Der hungrige Löwe wirft sich auf die Antilope
Öl auf Leinwand, 200 x 301cm
Foto: Robert Bayer, Basel

Mit dem berühmten Dschungelbild gelang Rousseau 1905 im Pariser Herbstsalon der Durchbruch. Im 19. Jahrhundert verspottet und verlacht, avancierte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum bewunderten Künstler der Avantgarde. Apollinaire, Delaunay, Léger, Braque und Picasso besuchten ihn in seinem Atelier, und Wassily Kandinsky präsentierte ihn im Almanach Der Blaue Reiter als „Vater“ der „Grossen Realistik“. Charakteristisch für Rousseaus Gemälde ist die Spannung zwischen botanischer Sachlichkeit und geheimnisvoller Phantastik. Rousseau kannte die exotischen Weltgegenden nur aus zweiter Hand. Vorlage für seine Tiere und Pflanzen waren Zeitschriften, Fotos und die Dioramen des Botanischen Gartens. Wie ein schön geordnetes Herbarium präsentiert sich seine Wildnis: Blatt an Blatt, Grashalm an Grashalm. Rousseaus Dschungel ist eine wohlkomponierte Symphonie in Grün, eine sorgfältig gemalte Blatt- und Tiercollage. Genau in der Bildmitte wird, beobachtet von den anderen Tieren, ein tödlicher Kampf geboten.

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