2012 - 2013

Alexander Calder, Untitled, 1941, Blech, Draht und Farbe, 30,5 x 101,6 x 55,2 cm, Calder Foundation, New York, Bequest of Mary Calder Rower, 2011 © Calder Foundation
Alexander Calder, Untitled, 1941, Blech, Draht und Farbe, 30,5 x 101,6 x 55,2 cm, Calder Foundation, New York; Bequest of Mary Calder Rower, 2011 © Calder Foundation
Installationsansichten aus der Fondation Beyeler
Installationsansichten aus der Fondation Beyeler
Calder Gallery

Die Fondation Beyeler startet eine auf mehrere Jahre angelegte Kooperation mit der Calder Foundation in New York. Werke aus den Sammlungen beider Stiftungen werden vereint und in einer Serie von kuratierten Präsentationen, der «Calder Gallery», ausgestellt. Ziel ist es, in der Fondation Beyeler eine permanente Präsenz von Werken des bedeutenden amerikanischen Künstlers Alexander Calder (1898–1976) zu ermöglichen, wie sie in Europa einzigartig ist, und einen Beitrag zur Erforschung seines OEuvre zu leisten. Damit knüpft die Fondation Beyeler sowohl an ihre grosse Ausstellung «Calder – Miró» (2004) als auch an ihre Serie von «Rothko Rooms» an, die in Zusammenarbeit mit dem Rothko Estate entstand. Die erste «Calder Gallery» ist eine Hommage an Mary Calder Rower, die jüngste Tochter von Alexander Calder, die letztes Jahr verstorben ist und der Calder Foundation über 1000 Werke ihres Vaters vermacht hat.

Die erste Präsentation einer ausgewählten Gruppe von singulären Werken beginnt mit Arbeiten aus den frühen 1930er-Jahren, der entscheidenden Zeit in Paris, in der Calder dazu gelangt, Bewegung zum Thema seines künstlerischen Denkens zu machen. Sie wird fortgesetzt mit Werken aus den frühen 1940er-Jahren, der mittleren Schaffenszeit in Amerika, in die auch die erste grosse Retrospektive im Museum of Modern Art in New York (1943) fällt. Und sie wird abgerundet von einem markanten Mobile aus dem letzten Lebensjahr, 1976, dem Abschluss einer eindrücklich produktiven Zeit.

Die Leichtigkeit der Werke von Calder, die ohne Masse durch ihre eigene Bewegung von Flächen und Linien zu Volumen werden, wird gerne mit Verspieltheit und Spiel assoziiert. Im Zentrum der ersten Präsentation steht ein anderer Aspekt, der mit der energetischen Bewegung der Werke sozusagen wesenhaft verbunden ist. Es ist die Erfahrung von Zeit, die jeder Betrachter bei der Wahrnehmung eines Mobiles individuell und in seiner eigenen Gegenwart machen kann.

In der Galerie von Ernst Beyeler waren seit den späten 1950er Jahren regelmässig Werke von Alexander Calder zu sehen. 1972 zeigte die Galerie die Ausstellung Calder, Miró. 2004 waren die beiden Künstler in einer umfassenden Ausstellung in der Fondation Beyeler zu sehen. Zur Sammlung Beyeler gehören zwei grosse Werke von Calder: Otto’s Mobile, 1952, und die Skulptur The Tree, 1966, im Park des Museums (bis Herbst 2012 in Wartung).

Die «Calder Gallery» in der Fondation Beyeler wird in regelmässigen Abständen neu eingerichtet. Die erste Präsentation wird von Theodora Vischer, Senior Curator der Fondation Beyeler, kuratiert.

Interview mit Alexander S. C. Rower und Theodora Vischer

Ein Interview mit Alexander S. C. Rower, Direktor der Calder Foundation und Theodora Vischer, Kuratorin der ersten Präsentation von Alexander Calders Werken in der Calder Gallery.

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