Einleitung

Installationsansicht mit Walser’s Wife, 2011 © 2013, ProLitteris, Zürich
Installationsansicht mit diversen Glasköpfen, 2013 und Walser's Wife, 2011 © 2013, ProLitteris, Zürich
Innocenti, 1994, © 2013, ProLitteris, Zürich
Selbstportrait © 2013, ProLitteris, Zürich
Installationsansicht mit Stahlfrau Nr. 15, 2002-04, Stahlfrau Nr. 18, 2006, Aluminiumfrau Nr. 12, 2009 © 2013, ProLitteris, Zürich
Stahlfrau Nr. 18, 2006, Ceramic Sketches, 1997-99, Hase, 2013 © 2013, ProLitteris, Zürich
Hase, 2013, in der Fondation Beyeler, 2013
Die Fremden, 1992, in der Fondation Beyeler, 2013
Thomas Schütte 6. Oktober 2013 - 2. Februar 2014

Das figurative Schaffen von Thomas Schütte, und damit verbunden die menschliche Gestalt und ihre verschiedenen Ausdrucksformen, stehen im Zentrum der Ausstellung. Sie zeigt Skulpturen der letzten dreissig Jahre im Innenraum und im Park des Museums, bekannte Werke ebenso wie selten gezeigte und ganz neue Arbeiten. Ausdrucksstarke Frauenfiguren aus Stahl und Aluminium, grosse Geister aus Bronze, puppenartige Miniaturfiguren aus Knetmasse, überlebensgrosse Köpfe und Figuren aus Keramik, Holz und Glas, zarte Aquarellporträts und kontrastreiche Fotografien – Schüttes Werk zeugt von einer radikalen Experimentierlust und lässt sich kaum einordnen. Das macht ihn zu einem der faszinierendsten und innovativsten Künstler der heutigen Zeit.

Es gibt gute Anknüpfungspunkte zwischen dem Werk von Thomas Schütte und der Fondation Beyeler, dem Haus, in dessen Sammlung das Menschenbild der Moderne mit Künstlern wie Paul Cézanne, Henri Matisse, Pablo Picasso, Alberto Giacometti oder Francis Bacon so eindrucksvoll zur Anschauung kommt. Mit Thomas Schütte begegnet uns ein Künstler, der einige Generationen später der Natur des Menschen, der condition humaine, unter sehr veränderten Vorzeichen mit der Darstellung von Figuren und Köpfen nachspürt.

Thomas Schütte (*1954 in Oldenburg) studierte von 1973 bis 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf zuerst in der Klasse von Fritz Schwegler, dann bei Gerhard Richter. Bereits 1981 konnte er an der „Westkunst“-Ausstellung in Köln teilnehmen und in der Galerie Konrad Fischer eine  Einzelausstellung einrichten. Es war der Anfang einer kontinuierlich sich entwickelnden und erfolgreichen internationalen Karriere. Wichtige Museumsausstellungen der letzten Jahre waren im Haus der Kunst in München (2009), in der Reina Sofia in Madrid (2010) und im Castello die Rivoli in Turin (2012) zu sehen. 2005 wurde Thomas Schütte für seine Präsentation an der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Einführung durch Theodora Vischer, Kuratorin
Künstlergespräch mit Thomas Schütte

Theodora Vischer, die Kuratorin der Ausstellung THOMAS SCHÜTTE, im Gespräch mit dem Künstler über seinen Werdegang, seine Interessen und sein Werk.

Thomas Schütte

Thomas Schütte bei der Arbeit an Die Fremden.

Station