Mit der Ausstellung «Pierre Bonnard» feiert
die Fondation Beyeler den berühmten französischen Koloristen und einen
der faszinierendsten Maler der Moderne. Über 60 Gemälde aus renommierten
Museen und Privatsammlungen geben Einblick in alle seine
Schaffensphasen. Pierre Bonnard (1867–1947) war Mitbegründer der
Künstlergruppe der «Nabis», die den Stil von Paul Gauguin und die
japanische Holzschnittkunst verehrten. In Paris malte er das aufregende
Leben in den Strassen und Cafés der Metropole, bevor er sich zunächst in
die Normandie, ganz in die Nähe von Monets Seerosengarten, und dann an
die sonnige Côte d’Azur zurückzog, wo ihn Licht und Farben der
mediterranen Natur inspirierten. Experimentierfreudig gestaltete er in
immer neuen Farbzusammenstellungen aus überraschenden Blickwinkeln
variantenreiche Bilder des häuslichen Lebens, in welchen die Zeit nur
scheinbar stehen zu bleiben scheint. Das Lieblingsmodell des Künstlers
war die geheimnisvolle Marthe, seine Muse und Ehefrau. Bonnard schuf
harmonische Stillleben, hintergründige Interieurs, intime Frauenakte,
berührende Selbstporträts und dekorative Landschaften, deren
Farbenpracht in der modernen Malerei einzigartig ist. Kurator ist Ulf Küster