Einleitung

Die letzte futuristische Ausstellung der Malerei "0,10" in Petrograd, Winter 1915/16. Raum von Malewitsch mit Schwarzem Quadrat und weiteren suprematistischen Bildern.
Marie Vassilieff, Dächer (Fontarabia), 1915, Öl auf Leinwand, 72 x 59 cm, Sammlung V. Tsarenkov
Installationsansicht mit Werken von Kasimir Malewitsch
Installationsansicht mit Werken von Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin
Iwan Puni (Jean Pougny), Relief, 1915, Öl auf Leinwand, Musée national d'art moderne, Centre Georges Pompidou, Paris, Gift of Mme Xénia Pougny, 1966 © 2015, ProLitteris
Installationsansicht mit Werken von Olga Wladimirowna Rosanowa
Installationsansicht mit Werken von Iwan Wassiljewitsch Kljun
Installationsansicht mit Werken von Kasimir Malewitsch
Nadeschda Udalzowa, Am Piano, 1915, Öl auf Leinwand, 106,7 x 89 cm, Yale University Art Gallery, Schenkung Collection Société Anonyme
Installationsansicht mit Werken von Kasimir Malewitsch
Foto von Olga Rosanowa, Xenia Boguslawskaja und Kasimir Malewitsch in der 0,10 Ausstellung, 1915, Russisches Staatsarchiv für Literatur und Kunst, Moskau
Installationsansicht mit Werken von Michail Iwanowitsch Menkow
Installationsansicht mit Werken von Ljubow Sergejewna Popowa
Auf der Suche nach 0,10 - Die letzte futuristische Ausstellung der Malerei 4. Oktober 2015 - 10. Januar 2016

Vor 100 Jahren, im Winter 1915-16 fand im russischen Petrograd (heute St. Petersburg) eine legendäre Ausstellung von sieben Künstlern und ebenso vielen Künstlerinnen der russischen Avantgarde statt. Sie wurde zu einer der einflussreichsten in der Geschichte der modernen Kunst: Kasimir Malewitsch präsentierte dort erstmals sein Schwarzes Quadrat, das zur Ikone der abstrakten Kunst wurde. Wladimir Tatlin installierte erstmals sein revolutionäres Eck-Konterrelief, eine ebenfalls abstrakte und vom Sockel befreite Skulptur aus recyklierten Materialien. Daneben zeigten bekannte und andere heute weitgehend vergessene Künstler faszinierende Gemälde, die sich hauptsächlich mit den damals in der europäischen Kunstszene aktuellen Strömungen des Kubismus und des Futurismus auseinandersetzen.
Zum 100. Jubiläum organisiert die Fondation Beyeler nach jahrelangen Recherchen eine Ausstellung, in der ein Grossteil der erhalten gebliebenen Werke – ergänzt durch solche aus dem gleichen Zeitraum – erstmals wieder vereint werden. Für diese kritische Rekonstruktion der historischen Ausstellung wurden wertvolle Leihgaben aus dem Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg, der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau, 17 weiteren russischen Museen sowie renommierten westlichen Sammlungen wie dem Pariser Centre Pompidou, dem Amsterdamer Stedelijk Museum, dem Kölner Ludwig Museum und dem New Yorker MoMA ausgeliehen. Gastkurator ist Matthew Drutt. Die AVC Charity Foundation und Cahiers d’Art haben das Projekt grosszügig gefördert.
Parallel zeigt die Ausstellung «Black Sun» aus heutiger Perspektive eine grosse Auswahl wichtiger Werke in Malerei, Skulptur, Installation und Film, die den enormen Einfluss von Malewitsch und seinem Schwarzen Quadrat auf die zeitgenössische Kunst thematisieren.

Presenting Partners: AVC Charity Foundation und Cahiers d’Art
Partner: Phillips

Weitere Informationen zu "Auf der Suche nach 0,10"
Rundgang durch «Auf der Suche nach 0,10»

Begeben Sie sich mit Anna Szech, Assistenzkuratorin, auf einen Rundgang durch die Ausstellung «Auf der Suche nach 0,10 - Die letzte futuristische Ausstellung der Malerei».

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