Max Ernst (1891–1976) gehört zu den vielseitigsten Künstlern der Moderne. Nach seinen Anfängen als Dadaist in Köln wurde er bald zu einem der Pioniere
des Surrealismus in Paris. Als fortwährender Erfinder neuer Figuren, Formen und Techniken hat sich Max Ernst auch später ständig weiterorientiert. Dabei hat er ein einzigartiges Werk geschaffen, das sich jeder klaren stilistischen Definition entzieht und dessen Entwicklung vom bewegten Leben und den wechselnden Aufenthaltsorten des Künstlers in Europa und Amerika mitgeprägt ist.
Die grosse Retrospektive in der Fondation Beyeler präsentiert eine exemplarische Auswahl von über 170 Gemälden, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und
Büchern von Max Ernst, die alle Aspekte seines Werks umfasst. So erhält der Besucher zum ersten Mal in der Schweiz die Gelegenheit, das mannigfaltige OEuvre dieses Jahrhundertkünstlers in seinem gesamten Reichtum zu erleben.
Seit den 1990er-Jahren erstaunt Maurizio Cattelan (geb. 1960 in Padua, Italien) mit seinen Skulpturen. Nach der Ankündigung seines Rückzugs aus der Kunstwelt wird sein Projekt in der Fondation Beyeler mit grosser Spannung erwartet.
Der deutsche Künstler Thomas Schütte (geb. 1954) wurde während langer Zeit vor allem über seine architektonisch anmutenden Modelle und Objekte wahrgenommen. Allmählich erst wurde offenbar, dass parallel dazu ein ebenso reiches Schaffen von Skulpturen und Zeichnungen entstanden ist, in deren Zentrum die menschliche Figur steht. Diesem Teil des Schaffens widmet sich die Ausstellung in der Fondation Beyeler und sie zeigt Thomas Schütte als einen der ungewöhnlichsten und faszinierendsten Künstler seiner Generation. Schütte nimmt die Tradition der figurativen Skulptur auf und entwickelt daraus Figuren und Köpfe, die in ihrer unmittelbaren Ausstrahlung ebenso wie in ihrer Herstellung unwiderruflich im Heute stehen. Ob handgrosse Keramikskulptur oder vier Meter hohe Eisenplastik – die Figuren und Köpfe von Thomas Schütte sind auf merkwürdige Weise gleichzeitig fremd und vertraut und berühren als Gegenüber.


















































